
Am 1. April 2025 tritt die neue Richtlinie für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben (RZWas) in Kraft, die die Wasserwirtschaft in Bayern erheblich unterstützen soll. Der Freistaat Bayern stellt dafür insgesamt rund 16,3 Millionen Euro zur Verfügung, die sowohl in den Landkreisen Amberg-Sulzbach als auch Neumarkt investiert werden. Im Landkreis Amberg-Sulzbach fließen etwa 10 Millionen Euro, wobei ein Drittel nach Vilseck geht. Im Landkreis Neumarkt profitieren insgesamt neun Kommunen von rund 6,3 Millionen Euro.
Die neuen Richtlinien, die bis zum 31. Dezember 2028 gelten, beinhalten eine Förderung für interkommunale Zusammenarbeit sowie eine Anhebung der Förderpauschale für Verbundleitungen auf 200 Euro pro Meter. Diese Änderungen zielen darauf ab, die Effizienz der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zu verbessern. Jährlich werden über 180 Millionen Euro an Zuwendungen für nichtstaatlichen Wasserbau und die Sanierung kommunaler Anlagen bewilligt.
Details und erwartete Auswirkungen der neuen Förderung
In den letzten vier Jahren wurden in Bayern über 1.000 Kilometer Wasserleitungen sowie rund 600 Kilometer Abwasserkanäle saniert. Das neue Fördermodell RZWas 2025 sieht vor, dass Veränderungen der Härtefallschwellen in besonders betroffenen Regionen vorgenommen werden, um die Auszahlungsgeschwindigkeiten zu erhöhen. Zudem sollen im Bayerischen Finanzausgleichsgesetz 2025 die Zuwendungen von 66 Millionen Euro auf bis zu 99 Millionen Euro für Wasserversorgungsanlagen erhöht werden.
Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber hebt hervor, dass die RZWas als Erfolgsprojekt gilt, das maßgeblich zur Unterstützung der Kommunen bei der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung beiträgt, wie auch bayern.de berichtete. Die ersten Auszahlungsanträge sollen ab dem 1. April 2025 auf einer Transparenzliste bereitgestellt werden, die der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Damit wird eine klare Übersicht über die geförderten Projekte und deren finanzielle Mittel geschaffen.