Erding

Trauer um Ida Gaßner: Die Seele der Indienhilfe ist gegangen

Ida Gaßner, die Mitgründerin der Indienhilfe „Schritt für Schritt“, ist im Alter von 91 Jahren verstorben. Ihr Tod erfolgt nur wenige Monate nach dem Verlust ihres Mannes, Josef Gaßner, der 94 Jahre alt wurde. Ihr bedeutender Einfluss innerhalb der Organisation wird von der aktuellen Vorsitzenden, Monika Blechinger, gewürdigt, die Ida als „Seele und langjährigen Mittelpunkt“ der Initiative beschreibt.

Die Trauer über ihren Tod ist insbesondere in Südindien stark ausgeprägt, wo sie und ihr Mann in über 30 Jahren mehr als 13.000 Kindern durch ein Patenprogramm Unterstützung bieten konnten. Derzeit sind rund 5000 Patenschaften aktiv, von denen viele Paten im Landkreis Erding, besonders in Wartenberg, wohnhaft sind. Ida Gaßner wurde von vielen als herzlich, liebevoll und ansprechbar wahrgenommen und hinterlässt ein Erbe, das durch ihren unerschütterlichen Glauben geprägt war.

Engagement und Auszeichnungen

Das Ehepaar Gaßner führte die Hilfsinitiative als einen Vollzeitjob, einschließlich regelmäßiger Kontrollbesuche in Indien. Sie hielten zahlreiche Vorträge, um über ihre Erfahrungen und Reisen zu berichten. Ihre unermüdlichen Bemühungen wurden durch das Bundesverdienstkreuz und weitere Auszeichnungen gewürdigt. Die Organisation plant bereits, das Erbe von Ida Gaßner fortzuführen und somit die wertvolle Arbeit für hilfsbedürftige Kinder in Indien weiterhin zu leisten.

Die Ziele des Vereins „Schritt für Schritt“ umfassen die Linderung von Armut und Not in der Dritten Welt, mit einem besonderen Fokus auf Indien. Dabei unterstützt der Verein bedürftige Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer schulischen und beruflichen Ausbildung. Das Engagement zielt darauf ab, deren soziale Lage zu verbessern und ihnen eine gesicherte Zukunft mit Beruf und Einkommen zu ermöglichen. Zudem besteht der Verein ausschließlich aus ehrenamtlichen Mitgliedern.

Die Hilfe wird schnell und ohne nennenswerten Verwaltungsaufwand bereitgestellt, wobei eine transparente Abrechnung der Mittel gewährleistet ist. Spenden fließen gezielt in die Projekte, deren Fortschritt regelmäßig überwacht wird. Um den Spendern einen Einblick über den Stand der Projekte zu ermöglichen, erhalten diese jährlich einen Informationsbrief. Die Reisen nach Indien werden privat von den Vereinsmitgliedern finanziert. Weitere Informationen zu juristischen Verantwortungen sowie Datenschutzbestimmungen sind im Impressum zu finden.