Kulmbach

Kulmbach wird lebendig: Künstler Wild lässt 1000 Jahre Stadtgeschichte erstrahlen!

Max Wild, ein renommierter Künstler, hat mit seinem monumentalen Panorama die Geschichte Kulmbachs auf eindrucksvolle Weise festgehalten. Das kunstvoll aus Holz geschnitzte Werk ist im Versammlungssaal der Kulmbacher Volksbank installiert und bietet einen Blick auf eine idyllische mittelalterliche Stadt, die von Stadtmauern und einer Burg geschützt wird. Auch das Augustinerkloster ist außerhalb der Stadtmauer abgebildet, wie die Frankenpost berichtet.

Max Wild war bekannt für seine kritische Haltung und sah in Otto Dix ein Vorbild. Er galt als virtuoser Aquarellist, Maler und Kunsthandwerker und war in den ersten Nachkriegsjahrzehnten einer der gefragtesten Künstler bei öffentlichen Bauprojekten. 1965 gewann er den Wettbewerb zur künstlerischen Ausgestaltung der Schalterhalle der Kulmbacher Volksbank, wo er eine beeindruckende Intarsien-Holzwand von 15 Metern schuf. Diese Wand stellt die 800-jährige Geschichte Kulmbachs dar und zeigt drei verschiedene Ansichten der Stadt zu unterschiedlichen Zeiten, darunter Kulmbach um 1500, den Sturmangriff am 26. November 1553 und Kulmbach als moderne Industriestadt im Jahr 1965, so berichtet inFranken.

Details zur Intarsien-Technik

Die Intarsien-Technik, die Wild in seinem Werk verwendet, kombiniert sowohl abstrakte als auch authentische Darstellungen basierend auf Chroniken und Zeichnungen. Die untere Hälfte der Wand zeigt die Entwicklung der Handwerksberufe in Kulmbach, angefangen bei Winzern bis hin zu Offset-Druckern. In den Darstellungen sind auch Heraldik-Symbole integriert, die vom Wappen der Andechs-Meranier bis zum heutigen Stadtwappen reichen.

Wild schuf zudem eine Intarsienwand für die Kulmbacher Sparkasse, die jedoch nur fragmentarisch erhalten ist. Diese Wand stellte die Vernetzung der Bank mit der Region dar und zeigt verschiedene Märkte. Harry Weiß von der Sparkasse hob die Bedeutung der erhaltenen Kernelemente für die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart hervor. Gerhard Zettel von der VR Bank Oberfranken äußerte sich positiv über die Intarsienwand und deren Integration in den modernisierten Altbau, während Besucher der Bank großes Interesse an Wilds Kunstwerk zeigen und über dessen Darstellungen diskutieren.