Landau in der PfalzSüdliche Weinstraße

Klinikum Landau vor Fusion: Millionen für die Zukunft und viele Hürden!

In Landau wurde die Diskussion über den Erhalt oder den Neubau des Klinikum-Komplexes neu entfacht. Der Landauer Stadtrat hat Mittel für den Fusionsprozess zwischen dem Klinikum Landau-Südliche Weinstraße und der Stift genehmigt. Diese Entscheidung ist jedoch nur der erste Schritt, da der Weg zur Fusion lang und mit zahlreichen Hürden verbunden ist, wie die Rheinpfalz berichtet. Das Klinikum verfügt über mehrere Standorte in Landau, wobei weitere Details zu den Herausforderungen und konkreten Plänen bislang ausstehen.

Die Ausgangssituation für die fusionierenden Einrichtungen ist angespannt. Wie der SWR erläutert, ist die finanzielle Lage des Klinikums Landau-Südliche Weinstraße prekär. Der Geschäftsführer, Guido Gehendges, berichtet von finanziellen Schwierigkeiten, da 2024 das erste Jahr seit 16 Jahren sein wird, in dem das Klinikum in die roten Zahlen rutscht. Die Auslastung ist nicht kostendeckend, insbesondere verglichen mit den Zahlen vor der Corona-Pandemie. Inflation und steigende Personalkosten verstärken die Problematik, während sowohl das Land als auch der Bund nicht ausreichend für die Krankenhäuser zahlen.

Fusion mit Vinzentius-Krankenhaus angestrebt

Zusätzlich prüfen Stadt und Landkreis eine mögliche Fusion mit dem Vinzentius-Krankenhaus, einer katholischen Einrichtung unter Trägerschaft der Caritas. Um die Finanzsituation des Klinikums zu stabilisieren, plant man eine Erhöhung des Eigenkapitals um acht Millionen Euro. Diese Pläne müssen jedoch noch von Kreistag und Stadtrat genehmigt werden. Ein Beratungsunternehmen wird die Fusion mit dem Vinzentius-Krankenhaus prüfen, wobei sowohl der Betriebsrat als auch die Verantwortlichen der Einrichtung offen für eine Fusion sind.

Das Ziel dieser Bemühungen ist es, eine Größe zu erreichen, die das Überleben trotz des neuen Krankenhaus-Verbesserungsgesetzes sichert. Wie sich eine Fusion konkret auf die beiden Häuser auswirken wird, bleibt unklar; mehrere Optionen sind denkbar, darunter die Beibehaltung aller drei Häuser, der Neubau außerhalb der Innenstadt oder der Ausbau eines bestehenden Gebäudes. Landrat Dietmar Seefeldt hat zudem betont, dass der Standort Bad Bergzabern nicht angetastet wird.