Main-Spessart

Haushalt des Abwasserverbands Esselbachgrund einstimmig beschlossen!

In einer Sitzung des Abwasserverbands Esselbachgrund (AVE) wurde der Haushalt für das Jahr 2025 einstimmig beschlossen. Kämmerer Heiko Müller präsentierte ein Gesamtvolumen von 398.794 Euro, wobei die größte Einnahmenposition die Betriebskostenumlage von 250.000 Euro darstellt.

Die Umlageverteilung erfolgt zu 59,85% für Esselbach (149.629 Euro) und zu 40,15% für Bischbrunn (100.371 Euro). Die Ausgaben für die Kläranlage belaufen sich auf 172.672 Euro, und die Personalkosten betragen 95.450 Euro. Darüber hinaus sind größere Sachkosten eingeplant, darunter Energiekosten von 32.500 Euro und Kosten für die Klärschlammentsorgung in Höhe von 30.000 Euro.

Investitionen und zukünftige Planungen

Im Vermögenshaushalt sind unter anderem die Verlegung des Ablaufgrabens mit 20.000 Euro sowie die Anschaffung eines neuen Siebrechens für 45.000 Euro verzeichnet. Untersuchungen für einen möglichen Anschluss an die Kläranlage Marktheidenfeld werden mit 25.000 Euro veranschlagt, während die Erneuerung von Zaunanlage und Tor mit 15.000 Euro zu Buche schlägt.

Der Vermögenshaushalt wird durch eine Versicherungsleistung in Höhe von 27.000 Euro für einen defekten Siebrechen und eine Rücklagenentnahme von 103.612 Euro finanziert. Der Rücklagenstand am 1. Januar 2026 wird auf 287.950,60 Euro geschätzt. Der Verband hat keine Schulden.

Vorsitzender Wilhelm Väth berichtete über eine Studie zum Anschluss an die Kläranlage Marktheidenfeld, die an die Firma GS-Wasser und Umwelt aus Höchberg vergeben wurde. Der AVE betreibt eine eigene Kläranlage, doch sind hohe Investitionen nötig, um den Weiterbetrieb zu sichern. Alternativen wie Einleitungen in Windheim oder Glasofen werden ebenfalls in Betracht gezogen, und die technische Machbarkeit dieser Varianten wurde schon bestätigt.

Die Abwassermenge entspricht 6.200 Einwohnerwerten, und Informationen zur Schmutzfracht sowie zu Einleitungsstellen werden an die Stadt Marktheidenfeld übermittelt. Ab dem Jahr 2032 besteht für Kläranlagenbetreiber eine verpflichtende Phosphor-Rückgewinnung. Zudem wurde der Beitritt zur „Klärschlammverwertung Main Tauber Aisch“ beschlossen, und die Klärschlammentsorgung wird durch die Firma Klärschlammverwertung Wedel mit 30.000 Euro vorgesehen, wie Main Post berichtet. Weitere Details dazu sind auf bayernportal.de zu finden.