
Am Freitagmittag brach ein Feuer in den Schlierseer Bergen bei Bayrischzell im Landkreis Miesbach aus. Die betroffene Fläche umfasst rund 3000 Quadratmeter. Die längere Trockenheitsperiode hat die Waldbrandgefahr erhöht, weshalb die Polizei und Feuerwehr vor Vorsichtsmaßnahmen warnen. Möglicherweise entstand das Feuer durch Daxenfeuer, das heißt, durch die Verbrennung von Ästen. Am Freitagnachmittag kam es zu starker Rauchentwicklung, wodurch Personen aufgefordert wurden, den Bereich um die Heißenplatte zu meiden.
Die Löscharbeiten konnten am späten Nachmittag mit Unterstützung von vier Löschhubschraubern erfolgreich eingeleitet werden, jedoch mussten die Einsätze am Boden wegen der Dunkelheit abgebrochen werden. Die Arbeiten werden am Samstagmorgen ab 7 Uhr mit weiteren Löschaktionen aus der Luft sowie mit Bodenkräften fortgesetzt. Laut einem Polizeisprecher besteht keine Gefahr für die umliegende Bevölkerung. Trotzdem wurde im betroffenen Gebiet eine Flugverbotszone eingerichtet, die bis zur Beendigung der Löscharbeiten in Kraft bleibt.
Waldbrandgefahrenindex
Die Waldbrandgefahrenstufen sind in diesem Bereich auf Stufe vier von fünf angestiegen. Dies bedeutet eine hohe Gefahr. Insbesondere in den Landkreisen Traunstein, Rosenheim sowie in den Regionen Reit im Winkl, Kiefersfelden und Garmisch-Partenkirchen gilt erhöhte Waldbrandgefahr, wie der Deutsche Wetterdienst berichtete. Dieser beschreibt den Waldbrandgefahrenindex (WBI), der das meteorologische Potential für die Gefährdung durch Waldbrand in fünf Gefahrenstufen von sehr geringer bis sehr hoher Gefahr anzeigt.
Zusätzlich hat das Landratsamt Rosenheim Daxenfeuer in der Region verboten und empfiehlt einen Sicherheitsabstand von mindestens 100 Metern zu Wäldern bei offenen Feuern. Es wurde auch vor dem Brennglaseffekt sowie heißen Katalysatoren gewarnt, die entzündbare Grasflächen fördern können.
Außerdem gibt es Berichte über einen großflächigen Waldbrand in Latsch, Südtirol, wo Feuerwehren seit Donnerstag im Einsatz sind. Dort gab es bereits elf Verletzte und fast 60 Evakuierungen. Die mutmaßliche Brandursache wird auf ein Auto zurückgeführt, das in Brand geraten ist.