
Berlin präsentiert sich als Stadt der Vielfalt und Kreativität, hat sich jedoch in den letzten Jahren stark verändert. In einem aktuellen Beitrag äußert sich der Sternekoch und Restaurantbetreiber Tim Raue zu den Herausforderungen, vor denen die Hauptstadt steht. Ursprünglich in den 70er und 80er Jahren ein Ort für Andersdenkende, sehen viele die Stadt heute als hysterisch und hypersensibel an.
Raue betont die dringende Notwendigkeit von Toleranz und das bedeutende Zusammenleben der verschiedenen Kulturen, die Berlin prägen. Er ruft die Bürger dazu auf, Verantwortung zu übernehmen und aktiv Veränderungen herbeizuführen. Zudem spricht er sich für die Freiheit aus, persönliche Identitäten, wie Religion und Sexualität, ohne Angst vor Diskriminierung leben zu können. Um dies zu erreichen, erfordert es laut Raue auch ein Umdenken bei den Politikern, die als Volksvertreter die Interessen der Bürger rigoros umsetzen sollten.
Tim Raue und die Zukunft Berlins
Besonders kritisiert Raue die zunehmende Respektlosigkeit gegenüber Rettungskräften und fordert, dass härtere Strafen für Straftäter verhängt werden. Seine Position beschreibt er als liberalen Bürger mit sozialem Gewissen, der sich gegen extreme politische Parteien wendet. Berlin ist für ihn eine harte Stadt, die durch schnellen Techno geprägt ist, nicht von romantischen Vorstellungen.
Ein Teil dieser Diskussion wird durch die Serie „Berlin 2030“ unterstützt, die konstruktive Lösungen für die Herausforderungen der Stadt anstrebt. In dieser Serie werden verschiedene Vordenker und Visionäre nach ihren Ideen für die Zukunft Berlins befragt.
Die BerlinStrategie 2030
Parallel zu Raues Vision wird die BerlinStrategie | Stadtentwicklungskonzept Berlin 2030 vorgestellt. Dieses Konzept beschreibt die aktuelle und künftige Entwicklung der Stadt und enthält eine Ist-Analyse sowie eine Bewertung der relevanten stadtentwicklungsbezogenen Trends. Zahlreiche Strategien und geplante Konzepte wurden für die Analyse berücksichtigt.
In der BerlinStrategie wurden sechs Alleinstellungsmerkmale der Stadt identifiziert: die Rolle als impulsgebende Hauptstadt mit internationaler Ausstrahlung, ein innovativer Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, ein kreativer Entfaltungsort, eine soziale und integrative Weltstadt, eine grüne Stadt der kurzen Wege sowie eine Metropole mit großen Flächenpotenzialen. Dazu wurden acht Strategien entwickelt, die verschiedene Handlungsfelder ansprechen und in zehn Transformationsräumen räumliche Prioritäten setzen.
Die EBP hat die Senatsverwaltung bei der Erarbeitung des Statusberichts und der BerlinStrategie in Zusammenarbeit mit den Standorten Zürich und Potsdam unterstützt. Stadtforen und Diskussionsrunden innerhalb der Senatsverwaltung trugen dazu bei, wichtige Inputs zu generieren.