
Bei der jüngsten Bundestagswahl in Berlin hat die Linke einen bemerkenswerten Wahlsieg errungen. Laut einem Bericht der Welt erzielte die Partei 19,9 Prozent der Zweitstimmen, nahezu doppelt so stark wie bei den vorherigen Wahlen im Jahr 2021. Die CDU folgte mit 18,3 Prozent, was eine leichte Verbesserung im Vergleich zu 2021 darstellt, als sie 17,2 Prozent der Stimmen erhielt. Die Grünen hingegen fielen deutlich auf 16,8 Prozent, im Vergleich zu 22 Prozent vor zwei Jahren.
Die Wahl hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die politischen Verhältnisse. Besonders hervorzuheben ist der Verlust der Grünen im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg – Prenzlauer Berg Ost an die Linke, wo der Linken-Politiker Pascal Meiser das Direktmandat gewann. Philmon Ghirmai, der Landesvorsitzende der Grünen, bezeichnete diesen Verlust als „herben Schlag“ und äußerte Besorgnis über den Erfolg der AfD, die sich auf 15,2 Prozent verbesserte, während die SPD mit 15,1 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis seit 1990 erzielte.
Politische Reaktionen
Die Linke sieht das Wahlergebnis als einen klaren Auftrag für die kommenden Jahre. Ghirmai warnt, dass die Stärke der AfD und deren erster Direktmandatssieg aus Marzahn-Hellersdorf nicht zur Normalität werden dürfe. In einer allgemeinen Analyse stellt er fest, dass es in Berlin ein starkes Bedürfnis gibt, dem Rechtsruck entgegenzuwirken. Die Wahlbeteiligung lag bei 80,3 Prozent, was einen Anstieg im Vergleich zu den vorherigen Wahlen darstellt, als die Beteiligung bei 69,5 Prozent lag.
Zusätzlich berichten Berichte über Pannen, wie die zeitweise Schließung eines Wahllokals in Berlin-Wilmersdorf, und kleinere Proteste mit Festnahmen, die während der Wahl stattfanden. Ein Demonstrationsaufruf vor der CDU-Zentrale blieb hinter den Erwartungen zurück, mit nur 75 Teilnehmern.