
Am Donnerstag, dem 13. März 2025, wird im „Alten Lazarett“ (Wir e.V.) die „Rummelsburger Kinder Karte 2024“ an die Kinder der Schule in der Viktoriastadt übergeben. Diese Karte ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit dem Träger JULI gGmbH und stellt die insgesamt vierzehnte Kinder-Kiez-Karte für den Bezirk Lichtenberg dar.
In Lichtenberg gibt es mittlerweile für jeden Kiez eine eigene Kinder-Kiez-Karte. Camilla Schuler, Bezirksstadträtin für Jugend und Familie (Die Linke), hebt die Bedeutung dieser Karten für die Partizipation von Kindern hervor. Seit 2010 kartieren die Kinder im Bezirk Lichtenberg ihr Umfeld auf eigene Weise. Die Karten sind von Kindern für Kinder und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Kinder stellen in ihren eigenen Worten und Bildern dar, was ihnen im Kiez wichtig ist, sei es Positives oder Negatives.
Das Konzept der Kinder-Kiez-Karten
Das Konzept der Kinder-Kiez-Karten wurde von der Leitstelle für Kinder- und Jugendbeteiligung erarbeitet. Beteiligte Institutionen sind verschiedene Jugendfreizeiteinrichtungen, Schulen, Einrichtungen für Hilfen zur Erziehung, Institutionen der Behindertenhilfe sowie das Bezirksamt Lichtenberg. Am Mittwoch, dem 23. Juli 2025, wird der Club Sisyphos nach Schulschluss ein Kinderfest veranstalten, das ebenfalls auf der Karte verzeichnet ist.
Die Kinder-Kiez-Karte zeigt nicht nur die Standorte von Spielplätzen, Basketballplätzen und anderen wichtigen Orten, sondern bewertet Spielplätze auch mit Noten, die von den Kindern vergeben wurden. Ein gelber Smiley steht beispielsweise für eine Note von 1+. Zudem kennzeichnen Piktogramme auf der Karte Fahrradläden, Bibliotheken sowie die Barrierefreiheit und öffentliche Zugänglichkeit von Parks. Ein rotes Totenkopf-Symbol markiert Angsträume, die von den Kindern gemieden werden sollten.
Die Karten sind von Kindern für Kinder entwickelt und fördern die Identifikation mit dem eigenen Kiez. Durch die Karten lernen die Kinder, sich sozialräumlich zu orientieren und Karten zu lesen. Zudem erhalten Erwachsene, einschließlich Verwaltung, Politik und Polizei, Einblicke in die Bedürfnisse und Probleme der Kinder im Kiez. Die Karten können auch für Erzieher*innen, Lehrer*innen und Eltern nützlich sein, um den Kiez neu zu erkunden.