
In der Mall of Berlin, einer beliebten Einkaufsdestination in Berlin-Mitte, sind zur Zeit zahlreiche Geschäfte geschlossen. Von insgesamt 270 Läden sind etwa 90 nicht mehr geöffnet, was bei den Kunden auf Enttäuschung stößt, insbesondere im hinteren Bereich an der Wilhelmstraße. Nils Busch-Petersen, der Vorsitzende des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, gibt jedoch Entwarnung und führt die Schließungen auf das Auslaufen von 10-Jahres-Verträgen zurück. Das Center-Management plant umfassende Sanierungen und Umstrukturierungen der Ladenflächen und rechnet mit einem Rückgang der Textilgeschäfte aufgrund der aktuellen weltwirtschaftlichen Situation.
Busch-Petersen erwartet, dass im Herbst 2025 alle Flächen wieder belegt sein werden. Bereits im Januar 2025 kündigte die HGHI Holding GmbH erhebliche Umstrukturierungsmaßnahmen an. Diese umfassen eine Neuaufstellung der Mall sowie die Zusammenlegung und den Ausbau bestehender Geschäfte. Ein neues Erscheinungsbild der Mall wird voraussichtlich Mitte des Jahres 2025 erwartet.
Steigende Leerstandsquote
Die Situation in der Mall ist nicht neu. Eine weitere Analyse zeigt, dass über 80 von rund 250 Ladenflächen leer stehen, was einen Anstieg im Vergleich zu Mai 2024 darstellt, als es noch etwas mehr als 50 ungenutzte Flächen gab. Das Centermanagement plant Investitionen von 30 bis 40 Millionen Euro in die Neugestaltung der Mall. Bis Ende Sommer 2025 sollen 15.000 Quadratmeter umgebaut werden. Die Hauptursache für den Leerstand bleibt das Auslaufen von Mietverträgen, da viele Händler 2014 zehnjährige Verträge abgeschlossen hatten.
Betroffene Geschäfte wie Kingz, Mavi und Telekom-Shop gehören zu den vielen, die geschlossen haben. Trotz einiger Unsicherheiten zeigen sich einige Händler optimistisch, während andere die Lage als kritisch einschätzen. Harald Huth, Geschäftsführer der HGHI Holding, bestätigt, dass alle Flächen vermietet sind, auch wenn viele ungenutzt bleiben. Zudem wird im Untergeschoss ein neuer Lebensmitteleinzelhändler einziehen, der eine größere Verkaufsfläche als der vorherige Edeka-Supermarkt erhalten soll. Die Auswirkungen der geplanten Investitionen auf die Attraktivität der Mall bleiben abzuwarten.