
Die umstrittenen Pläne für den Zaunbau um den Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg rufen zunehmend Protest hervor. Diese Initiative, die bereits seit 2023 debattiert wird, zielt darauf ab, den Park nachts zu schließen, um Drogenhandel und Gewaltkriminalität einzudämmen. In diesem Zusammenhang hat die Protestinitiative „Unser Görli bleibt offen“ Drohbriefe an verschiedene Baufirmen verschickt, um deren Zusammenarbeit zu unterbinden, während die Gruppe „Görli 24/7“ ebenfalls mit „zivialem Ungehorsam“ droht.
Der Regierende Bürgermeister Berlins, Kai Wegner (CDU), sieht den Zaun als ein wichtiges Instrument zur Bekämpfung der Drogenkriminalität im Park. Ursprünglich war eine Fertigstellung des Projekts für 2024 geplant, jedoch kam es zu mehrfachen Verzögerungen. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, der von den Grünen geführt wird, hatte rechtliche Schritte gegen den Zaunbau unternommen, wird jedoch weiterhin von der Stadtregierung unter Druck gesetzt.
Aktuelle Entwicklungen
Die Ausschreibung für den Zaunbau wurde Anfang März von der Firma Grün Berlin veröffentlicht, die Bewerbungsfrist endet am 2. April. Laut den Ausschreibungsunterlagen werden insgesamt 50 Meter Metall-Zaunanlagen, 16 Sonderelemente für Tore und eine Reihe weiterer Sicherheitsvorrichtungen benötigt. Der Baubeginn ist für den 28. April geplant, jedoch könnte es realistischerweise erst im Mai oder Juni 2025 mit der Konstruktion beginnen. Die Bauarbeiten sollen bis zum 20. Dezember 2025 abgeschlossen sein.
In Anbetracht der angespannten Situation haben bereits mehrere radikale Gruppierungen ihren Widerstand gegen den Zaun angekündigt. Clara Herrmann, die Bürgermeisterin des Bezirks von den Grünen, hat die Drohungen an die Baufirmen scharf kritisiert und lehnt die Maßnahme ab, während die CDU im Bezirk rechtliche Schritte gegen die Drohbriefe ankündigt.
Für den 1. Mai ist im Görlitzer Park eine Protestparty mit dem Titel „Free görli – Rave against the zaun“ geplant, die als Ausdruck des Widerstands gegen die geplante Umzäunung gedacht ist. Die Polizei bereitet sich auf mögliche Proteste vor, da die Diskussionen über den Zaun weiterhin hitzig bleiben, wie [t-online.de](https://www.t-online.de/region/berlin/id_100661100/berlin-zaunbau-um-goerlitzer-park-drohbriefe-verschickt-.html) und [Tagesspiegel](https://www.tagesspiegel.de/berlin/parkschliessung-zaunbau-um-gorlitzer-park-drohbriefe-an-baufirmen-13467811.html) berichten.