
In Berlin-Spandau kam es am Abend des 15. März 2025 zu einem gefährlichen Vorfall, der einen gewaltsamen Streit und den Einsatz von Schusswaffen zur Folge hatte. Gegen 17:40 Uhr gerieten ein 37-Jähriger und zwei Männer in einer Bar in der Seegefelder Straße in einen heftigen Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung wurden die Angreifer, die mit Glasflaschen auf den 37-Jährigen einschlugen und ihm am Kopf Verletzungen zufügten, gewaltsam. Diese Auseinandersetzung verlagerte sich schnell vor die Bar.
In der hitzigen Situation zogen die beiden Männer eine Waffe und bedrohten den 37-Jährigen direkt. Der 37-Jährige reagierte, indem er ebenfalls eine Schusswaffe zückte und diese auf seine Angreifer richtete. Nach diesem Vorfall flüchteten die beiden Männer in einem Fahrzeug. Der 37-Jährige wies eine Kopfverletzung auf, lehnte jedoch eine medizinische Behandlung ab.
Polizeiliche Reaktionen und Ermittlungen
Nach dem Vorfall wurden umfassende polizeiliche Maßnahmen eingeleitet. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft durchsuchten die Beamten die Bar, konnten jedoch keine Schusswaffen finden. Die Ermittlungen wurden vom Fachkommissariat der Polizeidirektion 2 (West) übernommen und dauern an. Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit und zum Umgang mit Schusswaffen auf, insbesondere in einem städtischen Umfeld.
Der Vorfall steht im Kontext der zunehmend besorgniserregenden Zahlen zum Schusswaffengebrauch in Deutschland, die im Jahr 2021 insgesamt 27 Fälle beinhalteten. Diese enthielten unter anderem 10 Fälle, in denen Schusswaffen zur Verhinderung von Verbrechen eingesetzt wurden, wie FragDenStaat.de berichtete. Von diesen waren 41 Fälle auf Schusswaffengebrauch gegen Personen zurückzuführen, wobei 7 Tote und 25 Verletzte registriert wurden.