Spandau

Verkehrschaos in Staaken: Anwohner fürchten um die Sicherheit ihrer Kinder!

Im Berliner Stadtteil Staaken sorgt der geplante Neubau einer Grundschule für hitzige Diskussionen unter den Anwohnern. Der Bau zwischen Wiesen- und Weidenweg entlang der Heerstraße soll bis Ende 2023 fertiggestellt werden und Platz für 432 Kinder bieten. Anwohner fürchten durch den Ansturm von „Elterntaxis“ ein erhöhtes Verkehrsaufkommen sowie damit verbundene Sicherheitsrisiken für die Kinder.

Um auf diese Probleme aufmerksam zu machen, wurde im Jahr 2022 die Bürgerinitiative (BI) „Intelligente Verkehrslenkung Staakener Dorfkern“ gegründet. Sprecher Zoltan Kiss äußerte auf einer Sondersitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV), dass die Verkehrssituation bereits jetzt kritisch sei. Der Zugang zum Schulgebäude befindet sich an der Heerstraße, und die geplante Haltezone für Elterntaxis könnte den Durchgangsverkehr auf der Bundesstraße B5 beeinträchtigen.

Elterntaxis und Verkehrsproblematik

Laut einer Verkehrsuntersuchung wird der Weidenweg als temporäre Haltemöglichkeit für Elterntaxis gesehen, obwohl er von Anwohnern als ungeeignet erachtet wird. Der Weg ist bereits jetzt eng, und Autofahrer weichen oft auf den Gehweg aus. Darüber hinaus wird berichtet, dass das Parken auf der Heerstraße nicht möglich ist, weshalb viele Eltern auf den Weidenweg ausweichen, was zu einem erwarteten Verkehrschaos führen könnte.

Die BI hat klare Forderungen formuliert: Der Weidenweg sollte zu einem verkehrsberuhigten Bereich umgestaltet werden, um den motorisierten Verkehr auf übergeordnete Straßen zu lenken. Außerdem seien Durchfahrtssperren, wie zum Beispiel Poller, und Parkflächen an der Heerstraße für Elterntaxis und Schulpersonal erforderlich. Der Ausschuss für Verkehr teilt die Sorgen der BI und sieht die Wahl des Schulstandorts als suboptimal an.

Zu den Vorschlägen gehört auch eine Einbahnstraßenregelung, die von der SPD-Fraktionsvorsitzenden Ina Bittroff geprüft werden soll. Zudem erwägt der BV-Vorsteher Christian Heck (CDU) die Installation von Pollern, bezeichnet die Debatte jedoch als „Luxusproblem“. Thorsten Schatz, ein Vertreter des Bezirksamts, wies den Vorwurf der BI zurück, dass ihre Bedenken nicht berücksichtigt worden seien, und betonte, dass ein konstruktives Gespräch geführt werde.

Die Anwohner sind zudem besorgt, dass die hohe Anzahl an Fahrzeugen den Wiesenweg stark belasten könnte, der auch durch bestehende Kita-Plätze und eine weitere Kindertagesstätte, die gebaut wird, zusätzlich belastet wird. Insgesamt befinden sich etwa 800 Kinder im Umkreis von 300 Metern: 430 Schulkinder, 290 in der vorhandenen Kita und 60 bis 80 in der neuen Kita.

Zusätzlich zur Schule entsteht eine Sporthalle mit drei Feldern und Zuschauertribüne, was die Situation weiter komplizieren könnte. Anwohner berichten bereits von Schwierigkeiten, Passagen für Fahrzeuge zu finden, und befürchten, dass sich die Probleme mit dem Schulbetrieb nur verstärken werden.