Steglitz-Zehlendorf

Neonazi-Demo in Berlin: Polizei beendet Aufmarsch nach heftigen Protesten!

Im Berliner Stadtteil Friedrichshain wurde eine rechtsextremistische Demonstration vorzeitig beendet. Die neonazistische Kundgebung fand unter dem Titel „Für Recht und Ordnung. Gegen Linksextremismus und politisch motivierte Gewalt“ statt und mobilisierte bundesweit. Rund 850 Teilnehmer waren an der Veranstaltung beteiligt, die durch zahlreiche Gegenproteste stark eingeschränkt wurde, wie der Tagesspiegel berichtete.

Die Polizei setzte etwa 1.500 Einsatzkräfte ein, um sowohl die Neonazi-Demonstration als auch die mehr als 2.000 Gegendemonstranten zu betreuen. Die zahlreichen Gegenproteste umfassten 15 Versammlungen entlang der geplanten Strecke, unter anderem mit Blockaden. Die Versammlung wurde nach rund vier Stunden durch den Versammlungsleiter beendet, der die Entscheidung der Polizei zur Kenntnis nahm, und eine geordnete Abreise für die Teilnehmer wurde gewährleistet.

Vorfälle und Festnahmen

Während der Auseinandersetzungen kam es zu zahlreichen Festnahmen. Über 80 Personen aus der rechtsgerichteten Versammlung wurden unter anderem wegen der Verwendung verfassungswidriger Symbole, Beleidigungen, Körperverletzungen und Widerstandsdelikten festgenommen. Auch bei den Gegenprotesten gab es mehr als 20 Festnahmen wegen Widerstands und Landfriedensbruchs. Polizei und Demonstranten gerieten an einigen Stellen in Rangeleien, und Pfefferspray wurde eingesetzt, als Gegendemonstranten versuchten, eine Absperrung zu durchbrechen.

Zusätzlich gab es Verletzungen unter den Einsatzkräften, wobei insgesamt elf Polizisten, davon acht durch den Lärm einer Bussirene, verletzt wurden. Der Verkehr in Berlin-Friedrichshain und Mitte wurde stark beeinträchtigt; zahlreiche Straßen wurden gesperrt. Der geplante Marsch sollte vom Ostkreuz über die Frankfurter Allee zur Rigaer Straße führen, fand jedoch nicht statt.

Die Demonstration in Berlin war nicht die einzige ihrer Art, da eine weitere rechtsextreme Veranstaltung in Dresden stattfand, während ähnliche Proteste und Sicherheitslage auch dort erörtert wurden, wie ZDF berichtete. Diese Vorfälle werfen ein Licht auf die kontinuierlichen Herausforderungen, die rechtsextremistische Aktivitäten in Deutschland darstellen.