
Am 29. März 2024 wurde im Hans Otto Theater Potsdam die feierliche Übergabe der Meisterbriefe an 202 Absolventen des Jahrgangs 2024/2025 gefeiert. Die Urkunden wurden von Robert Wüst, Präsident der Handwerkskammer Potsdam, und Daniel Keller, dem Wirtschaftsminister Brandenburgs, überreicht. In seiner Ansprache würdigte Wüst die Leistungen der neuen Meister und hob die Bedeutung des Meisterbriefs als Symbol für Exzellenz und Verantwortung im Handwerk hervor.
Daniel Keller unterstrich die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des Handwerks für Brandenburg und betonte die Rolle der neuen Meister in der Gründung und Führung von Handwerksbetrieben. Zudem forderte Wüst eine Kostenbefreiung für die Meisterqualifikation, um die finanzielle Belastung für angehende Meister zu reduzieren.
Feierliche Reden und Absolventenstatistik
Die Festrede hielt Enie van de Meiklokjes, die die gesellschaftliche Prägung durch kreative und handwerkliche Berufe betonte. Die neuen Meister vertreten insgesamt 13 Gewerke, darunter Bäcker, Dachdecker, Elektrotechniker, Friseure, Installateure, Konditoren, Kraftfahrzeugtechniker, Land- und Baumaschinenmechatroniker, Maler, Maurer, Metallbauer, Schornsteinfeger und Tischler. Besonders bemerkenswert ist, dass die meisten neuen Meister aus dem Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk stammen (34 Absolventen), gefolgt vom Installateur- und Heizungsbauerhandwerk (33) und dem Elektrotechniker-Handwerk (29).
Die Meisterausbildung fand am Bildungs- und Innovationscampus Handwerk (BIH) der Handwerkskammer Potsdam statt. Von den 202 neuen Meistern kamen 110 aus dem Kammerbezirk Potsdam, verteilt auf verschiedene Landkreise und Städte. Das Durchschnittsalter der Absolventen beträgt 30 Jahre; der jüngste Meister ist 20 Jahre alt, während der älteste 54 Jahre alt ist. Tobias Gräbitz, ein 46-jähriger Land- und Baumaschinenmechatronikermeister, wurde mit dem Förderpreis der Handwerkskammer Potsdam für den besten gewerkeübergreifenden Meisterabsolventen ausgezeichnet, der mit 1.000 Euro dotiert ist.
Zusätzlich erhielt die Verleihung am 22. April eine andere Note, denn 167 Männer und 46 Frauen erhielten ebenfalls den Meisterbrief. Die Veranstaltung wurde von Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sowie Angehörigen besucht. In weiteren Reden gratulierten Handwerkskammerpräsident Robert Wüst und Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer den Absolventen und hoben die Herausforderungen während der Meisterfortbildung hervor, einschließlich der Probleme, die durch die Corona-Pandemie, den Krieg, Lieferkettenprobleme und Inflation entstanden sind. Wüst bezeichnete die Absolventen als hervorragende Fachkräfte und zukünftige Führungskräfte, Unternehmer und Ausbilder und ermutigte sie, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.
Der Meisterbrief wird als Grundlage für die Übernahme bestehender Handwerksbetriebe angesehen und ist ein entscheidendes Element in der Stärkung des Handwerks.