
Im Jahr 2025 wird Chemnitz gemeinsam mit Nova Gorica und Gorizia die deutsche Kulturhauptstadt Europas sein. Chemnitz ist die vierte Stadt in Deutschland, die diesen Titel erhält, nach Berlin 1988, Weimar 1999 und dem Ruhrgebiet 2010. Dies wurde in einer Pressemitteilung des Stadtteils Chemnitz bekannt gegeben.
Um das 40-jährige Bestehen der Kulturhauptstädte Europas zu feiern, findet am 4. April 2025 eine Konferenz im Carlowitz Congresscenter Chemnitz statt. Anlässlich dieses Jubiläums wird das White Paper „40 Empfehlungen aus 40 Jahren ECoC: Einblicke für die Kulturhauptstädte Europas ab 2034“ präsentiert, das als Grundlage für eine neue Rechtsbasis der Kulturhauptstädte dienen soll. Von den erwarteten 200 Teilnehmern kommen Vertreter von rund 50 Kulturhauptstädten sowie Delegierte des Europäischen Parlaments, des Europäischen Rates und der Europäischen Kommission.
Konferenzprogramm und Anmeldung
Das Rahmenprogramm der Konferenz beginnt bereits am 3. April um 19 Uhr mit einem Empfang von Oberbürgermeister Sven Schulze in der Hartmannfabrik. Am Konferenztag selbst sind Panels und Arbeitsgruppen ab 9 Uhr im Carlowitz Congresscenter geplant. Eine Pressekonferenz zur Vorstellung der Ergebnisse findet am 4. April um 12:30 Uhr im Carlowitz-Saal statt. Die große Festveranstaltung zu „40 Jahre ECoC“ wird am gleichen Tag im Wirkbau stattfinden, ist jedoch nicht öffentlich.
Gäste, die an der Konferenz teilnehmen möchten, insbesondere Fachpublikum, sollten sich bis zum 27. März über das Bürgerbeteiligungsportal anmelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 60 Euro und beinhaltet die Verpflegung. Eine Akkreditierung für Medienvertreter ist ebenfalls bis zum 27. März über die Pressestelle der Stadt Chemnitz möglich.
Kulturregion Chemnitz und zukünftige Entwicklungen
Die Kulturregion Chemnitz umfasst zahlreiche Partnerstädte und -gemeinden, unter anderem Amtsberg, Annaberg-Buchholz und Zwickau, um nur einige zu nennen. Die Wahl von Chemnitz als Kulturhauptstadt Europas ist sowohl eine Feier der vorhandenen kulturellen Vielfalt als auch ein Impuls für die weitere Entwicklung der Region. Die erarbeiteten Empfehlungen fließen in die Überarbeitung der europäischen Richtlinie zu Kulturhauptstädten ein, die bis 2027 verabschiedet werden soll. Der Dialog zwischen der EU-Kommission, dem EU-Rat und dem EU-Parlament beginnt im Herbst 2025, um eine langfristige Umsetzung der Kulturprojekte zu gewährleisten, wie in einem weiteren Artikel von Städtebau Chemnitz erläutert wird.
Für die Zukunft soll auch der Melina-Mercouri-Preis überarbeitet werden, um die frühzeitige Finanzierung von Kulturprojekten zu sichern. Die Konferenz stellt den Startschuss für einen Prozess dar, der die Sicherung und Weiterentwicklung des Kulturprojekts anstrebt.