
Im April 2025 sind in Deutschland zahlreiche Demonstrationen gegen Rechtsextremismus, Hass, Antisemitismus und Hetze geplant. An erster Stelle stehen die anstehenden Events, die von verschiedenen Organisationen und Initiativen initiiert werden, um ein Zeichen für Vielfalt und Menschenrechte zu setzen. Diese Demonstrationen sind besonders vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Diskussionen relevant, in denen die Union und die SPD an der Bildung einer neuen Bundesregierung bis Ostern 2025 arbeiten.
Friedrich Merz, der Kanzlerkandidat der CDU, sieht sich dabei einer Reihe von Herausforderungen gegenüber, insbesondere im Hinblick auf Themen wie Verteidigung und Infrastruktur. Ein immer lauter werdendes Unmut unter Wahlberechtigten richtet sich gegen Merz‘ Umgang mit der AfD, was die politische Stimmung zusätzlich anheizt. Zu den geplanten Veranstaltungen gehören Workshops, Lesungen, Gesprächsrunden und Vorträge in verschiedenen Bundesländern. Alle Demo-Termine werden kontinuierlich aktualisiert und sind ohne Gewähr, wie [news.de](https://www.news.de/politik/858464519/demos-gegen-rechtsextremismus-heute-mittwoch-02-04-2025-april-2025-anti-afd-demonstrationen-hannover-niedersachsen-ismaning-bayern/1/) berichtete.
Geplante Veranstaltungen in den Bundesländern
- Baden-Württemberg:
- 03.04.2025: Freiburg, Bündnistreffen
- 05.04.2025: Karlsruhe, 5. Kongress des Netzwerks gegen Rechts
- Mehrere offene Treffen in Stuttgart und Tübingen im April.
- Bayern:
- 01.04.2025: Hergatz, Demokratie Dienstag
- 02.04.2025: Ismaning, Feministischer Salon
- Mehrere Plena der Studis gegen Rechts in Regensburg.
- Berlin:
- 03.04.2025: Plena der Studis gegen Rechts
- 10.04.2025: Online-Events zur Medialisierung der Politik und zur wehrhaften Demokratie.
- Niedersachsen:
- Mehrere ANTIFA-Elch-Termine und Plena der Studis gegen Rechts in Hannover und Göttingen.
Am vergangenen Wochenende fanden in vielen Städten Deutschlands bereits massive Demonstrationen gegen Rechtsextremismus statt. In Berlin nahmen mindestens 160.000 Menschen an der Kundgebung „Aufstand der Anständigen – Demo für die Brandmauer“ teil; Veranstalter sprachen von bis zu 250.000 Teilnehmern. Die Berliner Verkehrsbetriebe sperrten daraufhin den U-Bahnhof Bundestag wegen Überfüllung. Die Demonstration zog vom Reichstagsgebäude zur CDU-Bundeszentrale, und Publizist Michel Friedman kritisierte die Zusammenarbeit von Union und AfD im Bundestag. In Bonn versammelten sich über 10.000 Menschen zu einer friedlichen Kundgebung für Demokratie, Menschenrechte und Vielfalt, während in Hamburg etwa 65.000 Menschen unter dem Motto „Hamburg steht zusammen: Wer mit Faschisten paktiert, hat nichts kapiert!“ demonstrierten. Diese Ereignisse wurden durch Abstimmungen im Bundestag über Maßnahmen zur Begrenzung der Zuwanderung ausgelöst, bei denen die AfD der Union eine Mehrheit verschaffte, wie [tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/inland/demonstrationen-union-afd-100.html) berichtete.