
Die Magazine ROSENHEIMERIN und CHIEMGAUERIN suchen gemeinsam mit OVB24 die „Impulsgeberin 2025“, um engagierten Frauen der Region eine Plattform für gemeinnützige Projekte zu bieten. Anika Sengstock, eine 34-jährige Bankmitarbeiterin aus Piding, ist eine der Kandidatinnen.
Anika engagiert sich ehrenamtlich für die Stiftung „Deutschland im Plus“, die das Ziel hat, private Überschuldung zu verhindern und finanzielle Bildung zu fördern. Sie hält Workshops an Schulen, in denen Themen wie Kaufverhalten, Budgetplanung und Schuldenvermeidung behandelt werden. Dabei betont Anika die Bedeutung finanzieller Bildung für Jugendliche, die nach ihrem Schulabschluss oft unvorbereitet auf finanzielle Herausforderungen stoßen.
Wichtige Maßnahmen und Workshops
Anika möchte das Angebot der Stiftung in Oberbayern bekannter machen, da viele Schulen die kostenlose Unterstützung noch nicht in Anspruch nehmen. Die Workshops können besonders in Projektwochen, insbesondere vor den Sommerferien, integriert werden. Zudem sucht die Stiftung nach weiteren ehrenamtlichen Referenten und Sponsoren, um die finanzielle Bildung in Deutschland weiter auszubauen.
Die Stiftung „Deutschland im Plus“ richtet sich insbesondere an Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren, einschließlich junger Geflüchteter. Ein zentrales Unterrichtsmodul ist „Money and Me“, das darauf abzielt, den Einstieg in das Leben in Deutschland durch finanzielle Bildung zu erleichtern. Dabei werden unter anderem die Unterschiede hinsichtlich Einkaufs- und Zahlungsmöglichkeiten im Vergleich zur Heimat thematisiert.
Eine Umfrage hat ergeben, dass eine unwirtschaftliche Haushaltsführung oft die häufigste Ursache für Überschuldung bei 18- bis 25-Jährigen darstellt. Dementsprechend verfolgt die Stiftung präventive Maßnahmen gegen Ver- und Überschuldung. Die finanzielle Bildung ist entscheidend für eine selbstbestimmte Lebensführung und die Existenzsicherung.
Die Stiftung bietet zudem die kostenfreie App „Mein Budget-Ausgaben im Griff“ zur Unterstützung einer einfachen Budgetplanung an. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die finanziellen Änderungen im Ruhestand, die oft mit weniger Einkommen einhergehen. Besonders prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Teilzeitjobs sowie Erwerbslebenslücken verschärfen die finanzielle Situation im Alter.