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Am 27. Februar 2025 feiert Eugen Münch, der Gründer des Rhön-Klinikums, seinen 80. Geburtstag. Münch, der 1945 in Riedlingen, Schwaben geboren wurde, hat sich im Laufe seiner Karriere als ein prägender Unternehmer und Krankenhausmanager etabliert. Das Rhön-Klinikum zählt heute zu den größten Gesundheitsdienstleistern in Deutschland und hat seinen Sitz in Bad Neustadt im Landkreis Rhön-Grabfeld.
Das Unternehmen beschäftigt über 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an fünf Standorten. Unter der Leitung von Eugen Münch wurden mehrere bedeutende Einrichtungen geschaffen, darunter die Psychosomatische Klinik, die Herz- und Gefäßklinik, die Neurologische Klinik sowie die Handchirurgie in Bad Neustadt. Münch sanierte in den 1970er Jahren die damals marode Kurklinik in Bad Neustadt und wurde 1974 zum Geschäftsführer der Rhön-Klinikum GmbH, die er in die Rhön-Klinikum AG umwandelte.
Ausbildung und Karrierebeginn
Münch begann seine berufliche Laufbahn mit einer Lehre als Müller, die er aufgrund einer Mehlstauballergie nicht weiterverfolgen konnte. Nach seinem Schulabschluss besuchte er die Handelsschule und studierte Betriebswirtschaft in Ludwigshafen. Zeitgleich war er in der Studentenschaft aktiv und begann ein Jura-Studium an der Universität Heidelberg.
Die ersten praktischen Erfahrungen sammelte er bei einem Steuerberater, wo er Kenntnisse im Steuerrecht erwarb und ein Sanierungskonzept für eine krisengebeutelte Klinik entwickelte. 1970 wurde er als Sanierer angestellt und führte die Sanierung erfolgreich bis 1974 durch. Im Jahr 1988 wandelte er die GmbH in eine Aktiengesellschaft um und übernahm im Jahr 1989 die Position des Vorstandsvorsitzenden.
Würdigung und Engagement
Landrat Thomas Habermann würdigte Münch als Visionär und prägende Persönlichkeit des Landkreises. Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit engagierte sich Münch 2014 mit der Gründung der „Rhön Stiftung“, die sich der Förderung von Wissenschaft und Forschung in der Gesundheitswirtschaft widmet. In seiner Unternehmensführung ist Münch stets bestrebt, den Zugang zum Gesundheitswesen für alle sozialen Schichten zu gewährleisten.
Nach 16 Jahren an der Spitze des Unternehmens wechselte er im Jahr 2005 in den Aufsichtsrat und blieb bis 2020 aktiv. Am Tag nach seinem 75. Geburtstag übernahm das Unternehmen Asklepios. Die von ihm erworbenen Kliniken sollten jeweils ein Jahr nach dem Erwerb den Break-Even-Punkt erreichen, was teilweise zu Konflikten mit Mitarbeitern und Gewerkschaften führte.
Für seinen unermüdlichen Einsatz und seine Innovationskraft wird Münch in der Branche hoch geschätzt.