
Vandalismus an Haltestellen stellt in Hessen ein wachsendes Problem dar, das nun durch eine erweiterte Kampagne in Frankfurt bekämpft werden soll. Die Nahverkehrsgesellschaft Traffiq, die Ströer Media Deutschland GmbH und die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) arbeiten gemeinsam an Maßnahmen zur Sensibilisierung der Bevölkerung.
Die Kampagne, die bereits 2023 initiiert wurde, sieht die Anbringung von Plakaten an häufig betroffenen Haltestellen vor. Diese sollen das Bewusstsein für die Folgen von Vandalismus schärfen. Am Donnerstag wird Verkehrsdezernent Wolfgang Siefert zusammen mit Vertretern der beteiligten Verkehrsunternehmen die Kampagne in Bornheim vorstellen. Beispiele für die Botschaften auf den Plakaten sind „Wegen dir steh ich im Regen“ und „523 Portionen Pommes – So viel kostet eine neue Scheibe an dieser Haltestelle“.
Hohe Kosten und Schäden durch Vandalismus
Laut Angaben der VGF verursacht Vandalismus an Bus- und Bahn-Haltestellen jährliche Kosten von über einer Million Euro. Diese Schäden führen nicht nur zu hohem Instandsetzungsaufwand, sondern beeinträchtigen auch das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste. Der VGF berichtet von einer kontinuierlichen Zusammenarbeit mit dem Präventionsrat und der Polizei, um das Problem durch Aufklärung in Schulen und Jugendeinrichtungen anzugehen.
Besonders betroffen sind in Frankfurt die Haltestellen Harthweg, Waldfriedhof Goldstein, Waldau und Walter-Kolb-Siedlung. Die VGF hat seit Oktober die Einsätze des Ordnungsdienstes in diesen Gebieten verstärkt.
Das Vandalismusproblem zieht sich durch ganz Hessen. So verzeichnete der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) im Jahr 2023 etwa 1.000 Schäden, insbesondere aufgrund von Glasbruch. Die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) meldete seit 2019 fast 3.000 Schäden mit insgesamt beinahe 1,5 Millionen Euro an verursachten Kosten. In Darmstadt stellt vor allem der Glasschaden ein Problem dar, hier liegen die jährlichen Schäden zwischen 50.000 und 80.000 Euro.
Zusätzlich gab es in Offenbach Berichte über abgebrochene oder entwendete Nothämmer in Stadtbussen sowie Vandalismus an Wartehallen. Diese Vorfälle verdeutlichen die Notwendigkeit von langfristigen Maßnahmen zur Eindämmung von Vandalismus, um die Sicherheit und den Komfort der Fahrgäste zu gewährleisten.
Für detaillierte Informationen zu den Hintergründen und laufenden Maßnahmen lesen Sie hier: n-tv und hessenschau.