
Die Agentur für Arbeit hat die aktuellen Arbeitslosenzahlen im Allgäu veröffentlicht. Im März 2025 ist die Arbeitslosenquote in der Region um 0,1 Punkte auf 3,2 Prozent gesunken. Dies bedeutet, dass etwa 350 Menschen weniger arbeitslos gemeldet sind als im Vormonat. Dennoch ist die aktuelle Quote um 0,3 Prozentpunkte höher als im März 2024, als fast 200 Personen in diesem Monat einen Job fanden.
Die Gründe für die gedämpfte Belebung des Arbeitsmarktes sind die schwache deutsche Konjunktur sowie ein gesunkener Stellenbestand. Insbesondere die Industrie und das verarbeitende Gewerbe sind hiervon stark betroffen. Auch die gesunkene Konsumlaune der Bürger hat negative Auswirkungen auf den Handel und das Dienstleistungsgewerbe. Trotz dieser Herausforderungen haben die Stellenneuzugänge bei der Allgäuer Agentur für Arbeit im Vergleich zum Vorjahresmonat zugenommen, was auf einen hohen Fachkräftebedarf in vielen Unternehmen hinweist.
Regionale Arbeitslosenquoten
Die Arbeitslosenquoten in der Region variieren, und zeigen folgende Werte:
- Stadt Kempten: 4,1 Prozent
- Landkreis Oberallgäu: 2,8 Prozent
- Stadt Kaufbeuren: 4,8 Prozent
- Landkreis Ostallgäu: 2,9 Prozent
- Stadt Memmingen: 4,0 Prozent
- Landkreis Unterallgäu: 2,5 Prozent
- Lindau (Bodensee): 3,3 Prozent
- Region gesamt: 3,2 Prozent
Dies steht im Kontrast zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Bezirk Kempten-Memmingen, der bereits im November 2024 verzeichnet wurde. Damals waren 11.683 Menschen arbeitslos gemeldet, 326 Personen mehr als im Oktober, was einem Anstieg von 3 Prozent entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr waren 736 Personen mehr arbeitslos, was einem Anstieg von 7 Prozent entspricht, und die Arbeitslosenquote betrug 2,9 Prozent.
Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in diesem Bezirk wurde als saisonbedingt eingestuft, insbesondere aufgrund der Saisonpause in Hotel- und Tourismusbetrieben im südlichen Allgäu. Im Gastgewerbe waren im November über 230 Personen arbeitslos, was einem erheblichen Anstieg im Vergleich zum Vormonat entspricht. Auch in anderen Bereichen wie dem Handel, der Unternehmensführung sowie in fertigungstechnischen Berufen wurden ähnliche Anstiege beobachtet. Gleichzeitig meldete das Jobcenter im Kreis Unterallgäu einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit, vor allem aufgrund der erfolgreichen Vermittlung von ukrainischen Geflüchteten in Arbeitsverhältnisse.