
Am 2. April 2025 wurde der Gedenkmarsch unter dem Motto „Steps to remember“ angekündigt, der vom 24. bis 27. April 2025 stattfinden wird. Der Marsch führt vom Mahnmal am Denkort Bunker Valentin in Bremen zur Gedenkstätte Lager Sandbostel. Anlass für diese Veranstaltung ist die Erinnerung an den Todesmarsch der Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg. In diesem Jahr wird der Weg, den über 9.500 Häftlinge vor 80 Jahren beschritten haben, erneut gegangen.
Das Ziel des Gedenkmarsches ist es, ein aktives Zeichen für die Erinnerungskultur zu setzen. Das Motto der Veranstaltung lautet #geschichteerlaufen. Die Auftaktveranstaltung findet am 23. April 2025 um 18:30 Uhr im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus in Bremen-Vegesack statt, wo eine Bilddokumentation und eine Lesung von Zeitzeugenberichten geplant sind.
Details zum Gedenkmarsch
Der Gedenkmarsch gliedert sich in mehrere Abschnitte:
- 24. April 2025: Bremen-Farge – Hagen
Start: 9 Uhr am Mahnmal. Strecke: 25 km mit Pausen in Schwanewede, Meyenburg und Uthlede. Abendveranstaltung in Hagen ab 19 Uhr mit einem Vortrag von Prof. Oltmer. - 25. April 2025: Hagen – Beverstedt
Start: 10 Uhr am Rathaus Hagen. Strecke: 17 km mit Führungen über den jüdischen Friedhof. Pausen in Bramstedt und Bokel, einschließlich Lesungen und einer Audiopräsentation in Bokel. Konzert in Beverstedt um 19 Uhr. - 26. April 2025: Beverstedt – Oerel
Start: 10 Uhr am Rathaus Beverstedt. Strecke: 20 km mit Pausen in Kirchwistedt, Volkmarst und Basdahl. Einweihung einer Gedenkstele in Volkmarst. Szenische Lesung in Oerel um 19 Uhr. - 27. April 2025: Oerel – Gedenkstätte Lager Sandbostel
Start: 9 Uhr am Rathaus Oerel. Strecke: 21 km mit Mittagspause in Bremervörde. Ankunft in der Gedenkstätte gegen 15 Uhr mit Fachvorträgen und Musik.
Die Teilnahme am Gedenkmarsch ist offen für alle und kostenfrei. Für Einzelpersonen ist keine Anmeldung erforderlich, Gruppen sollten sich jedoch im Voraus anmelden. Ein Infomobil wird den Marsch begleiten und Informationen sowie Unterstützung bieten. Organisiert wird die Veranstaltung von der Landeszentrale für politische Bildung Bremen, der Stiftung Lager Sandbostel, der Internationalen Friedensschule Bremen sowie den Polizeien und Gemeinden entlang der Route.
Erinnerungskultur am Lager Sandbostel
Die Gedenkstätte Lager Sandbostel ist nicht nur Ziel des Gedenkmarsches, sondern auch ein bedeutender Erinnerungsort. Anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung eines Kriegsgefangenen- und Konzentrationslagers wurde dort eine umfangreiche Ausstellung mit historischen Details, Fotografien und Artefakten eingerichtet. Die Gedenkstätte bietet Informationsschilder in Deutsch und Englisch sowie eine kostenlose Bibliothek mit relevanten Titeln. Besucher können an geführten Touren durch die verbliebenen Lagergebäude teilnehmen.
Die Gedenkstätte erinnert eindringlich an die Misshandlungen, die in diesem Lager stattfanden, während viele Gefangene an Hunger, Unterkühlung, Mangelernährung, Typhus, Tuberkulose, Überarbeitung oder durch Mord starben. Sie gilt als friedlicher Gedenkort, der eindrücklich eine Kultur des Erinnerns fördert, wie auch in einem Bericht von [Tripadvisor](https://www.tripadvisor.ca/Attraction_Review-g1768832-d6434829-Reviews-Gedenkstatte_Lager_Sandbostel-Sandbostel_Lower_Saxony.html) deutlich gemacht wird.