
Die Kreistage von Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau haben kürzlich einen defizitären Doppelhaushalt für die Jahre 2025 und 2026 verabschiedet. Diese Entscheidung erweist sich als belastend für die Kommunen, die nun höhere Umlagen zahlen müssen, um den finanziellen Bedarf zu decken. Im Kreis Groß-Gerau regte sich Widerstand: 13 Bürgermeister und ein Erster Beigeordneter verfassten einen Brandbrief und demonstrierten vor der Abstimmung über den Haushalt.
Im Unterschied dazu stimmte die Koalition aus SPD, CDU und FDP im Kreis Darmstadt-Dieburg dem Haushaltsplan zu. Hier wird die Schulumlage erhöht, was eine Mehrbelastung für 23 Städte und Gemeinden von insgesamt 6 Millionen Euro in den nächsten zwei Jahren zur Folge hat. Das Defizit im Kreis Darmstadt-Dieburg konnte von 65,66 Millionen Euro auf knapp 38 Millionen Euro gesenkt werden. Insgesamt zahlen die Kommunen 328 Millionen Euro an Kreis- und Schulumlagen.
Steigende Defizite und Umlagen
Der Landkreis Darmstadt-Dieburg prüft derzeit mögliche Einsparungen und verzichtet auf einen Stellenzuwachs. Zudem haben die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg ein Konsolidierungsprogramm gestartet. Im Kreis Groß-Gerau steigen sowohl die Schul- als auch die Kreisumlage. Das Defizit im Kreis wird für 2025 auf 16,65 Millionen Euro und für 2026 auf 30,57 Millionen Euro geschätzt.
Die Umlageerhöhung beträgt 7,49 Prozentpunkte und betrifft 14 kreisangehörige Kommunen. Die Bürgermeister im Kreis Groß-Gerau äußern Bedenken und sehen sich möglicherweise gezwungen, freiwillige Leistungen zu kürzen oder die Grundsteuer zu erhöhen, um den finanziellen Herausforderungen zu begegnen, wie [Echo Online](https://www.echo-online.de/lokales/kreis-gross-gerau/gross-gerau/warum-fehlen-gross-gerau-ploetzlich-14-millionen-euro-4199703) berichtete.
Diese Entwicklungen werfen Fragen über die finanzielle Zukunft der betroffenen Kommunen auf und spiegeln die aktuellen Herausforderungen wider, vor denen die Verwaltung steht.