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Neue Mobilitätsstationen: Wetterau setzt auf nachhaltige Verkehrslösungen!

Im Wetteraukreis und dem Regionalverband FrankfurtRheinMain wird an einem bedeutenden Ausbau der nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur gearbeitet. Geplant sind 45 neue Mobilitätsstationen in insgesamt 19 Kreiskommunen, um den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel, insbesondere im ländlichen Raum, zu fördern. Die erforderlichen Fördermittel für dieses Projekt wurden bereits beim Land Hessen angemeldet, das Gelder zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse und der nachhaltigen Mobilitätsentwicklung bereitstellt. Die enge Zusammenarbeit mit den Kommunen erfolgt durch regelmäßige Beratungstermine und Gremienvorstellungen.

Neunzehn Kommunen haben bereits ihr Interesse an der Planung und Errichtung der Mobilitätsstationen bekundet. Diese Stationen werden mit verschiedenen Angeboten ausgestattet, darunter Sharing-Services, E-Ladesäulen, moderne Fahrradabstellanlagen und Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Die Initiative ist Teil des vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekts „Raum für neue Mobilität“ (RaMo), das die erfolgreiche Etablierung von Mobilitätsstationen im Landkreis und deren Ausweitung auf die Region untersucht.

Einheitliches Erscheinungsbild und weitere Schritte

Um ein einheitliches Erscheinungsbild der Mobilitätsstationen zu gewährleisten, sind Vorarbeiten wie die Erstellung von Lage- und Detailplänen sowie die Ausschreibung für einen Rahmenvertragspartner zur Herstellung und Lieferung der Ausstattungselemente erforderlich. Der Antrag für das Bauprojekt muss bis zum 1. Juni 2025 gestellt werden. Die enge Kooperation zwischen dem Wetteraukreis, dem Regionalverband und den beteiligten Kreiskommunen ist für den Erfolg des Projekts entscheidend.

Die Notwendigkeit für solche Maßnahmen wird durch die aktuellen Zahlen zum Verkehrssektor untermauert. Laut einer Recherche der Umweltbundesamtes hat sich die Verkehrsleistung in Deutschland seit 1960 stark erhöht, was erhebliche Umweltbelastungen verursacht. Beispielsweise hat sich der Güterverkehr mehr als verdreifacht, während der Personenverkehr sogar vervierfacht wurde. Die Bundesregierung plant, die Treibhausgasemissionen im Verkehrsbereich bis 2030 erheblich zu senken und strebt eine treibhausgasneutrale Mobilität bis 2045 an.

Um diese Ziele zu erreichen, wird eine umfassende Verkehrstrategie verfolgt, die vier zentrale Felder umfasst: Vermeidung von Verkehr, Verlagerung auf umweltverträglichere Verkehrsträger, Erhöhung der Energieeffizienz sowie die Nutzung postfossiler, treibhausgasneutraler Kraftstoffe und Strom. Ein integrierter Ansatz, der sowohl technische als auch nicht-technische Maßnahmen einschließt, ist notwendig, um die Klimaziele zu erreichen.