
Am 23. Januar 2025 wird das Lusofest Filmfestival in Frankfurt eröffnet, das sich in diesem Jahr dem Schwerpunktthema „revolutionäre Bewegungen und ihre Folgen“ widmet. Das Festival feiert gleichzeitig das 50. Jubiläum der Nelkenrevolution in Portugal sowie die Unabhängigkeit ehemaliger Kolonien wie Angola, Mosambik, Guinea-Bissau und Ost-Timor.
Die Nelkenrevolution, die am 25. April 1974 in Lissabon stattfand, markierte das Ende der Diktatur von Marcelo Caetano und leitete den Übergang zu einer Demokratie in Portugal ein. Angolas Unabhängigkeit wurde kurz darauf am 11. November 1975 nach 14 Jahren bewaffnetem Konflikt erklärt, nachdem Portugal nach dem Militärputsch die Rechte seiner Kolonien auf Selbstbestimmung anerkannt hatte, wie frankfurter-info.org berichtete.
Geschichte und Bedeutung der Nelkenrevolution
Die Nelkenrevolution wird als ein bedeutendes Ereignis betrachtet, das nicht nur die Geschichte Portugals, sondern auch die seiner ehemaligen Kolonien maßgeblich beeinflusste. 50 Jahre nach der Revolution feierten die Menschen friedlich auf den Straßen, was die Relevanz der revolutionären Werte unterstreicht. Das Motto der Revolution – die „3D“ (Demokratisierung, Dekolonisierung, Entwicklung) – bleibt auch heute von zentraler Bedeutung.
Die Demokratisierung, die durch die Revolution ermöglicht wurde, führte zur Rückkehr von Exilanten wie Alvaro Cunhal und Mario Soares. Die ersten Wahlen fanden zwei Jahre nach der Revolution statt, und die Demokratisierungswelle breitete sich auf Südeuropa aus mit ähnlichen Entwicklungen in Spanien und Griechenland. Gleichzeitig gibt es in vielen Ländern, auch heute, Herausforderungen für die Demokratie, eingeschlossen den Aufstieg extrem rechter Parteien, wie afrika-sued.org anmerkt.