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Kälteeinbruch in Baden-Württemberg: Wird die Winterprognose wahr?

In Baden-Württemberg herrscht derzeit eine unklare Wetterlage, die sowohl milde Temperaturen als auch die Möglichkeit eines Wintereinbruchs umfasst. Laut Merkur sind die ersten Wintereinbrüche in einigen Regionen bereits erfolgt, jedoch von kurzer Dauer. Die aktuelle Wetterlage wird durch eine neue Warmluftströmung beeinflusst, die den Wintertemperaturen entgegenwirkt. Während das Climate Forecast System (CFS) eine Temperaturabweichung von minus 1 bis minus 2 Grad unter dem Klimamittel für den Zeitraum von 1991 bis 2020 prognostiziert, zeigt das amerikanische GFS-Modell frühzeitige Werte zwischen minus 10 und minus 20 Grad für den 18. Januar 2025 an.

Der Diplom-Meteorologe Dominik Jung äußert sich skeptisch zu den extremen Vorhersagen der Wettermodelle. Demnach zeigt die Ensemble-Prognose für den Süden von Deutschland Temperaturmittel von 0 bis 5 Grad bis zum 18. Januar, was auf frostfreies Wetter hinweisen könnte. In seiner aktuellen Wetterprognose gibt Jung an, dass die nächsten Tage ein nasskaltes Schmuddelwetter statt Winterwetter bringen werden. Am Sonntag, dem 5. Januar, sind Tageshöchstwerte von bis zu 13 Grad zu erwarten, gefolgt von einem Temperaturabfall ab Dienstag, dem 7. Januar. Am Mittwoch, dem 8. Januar, wird mit maximalen Temperaturen von nur noch 4 Grad gerechnet.

Möglicher Wintereinbruch in Aussicht

Wie Echo24 berichtet, drohen in Baden-Württemberg innerhalb der kommenden Woche Orkanböen. Eine Kaltfront könnte anschließend für einen Wintereinbruch sorgen. Die Winterprognose für 2024/25 deutet auf ein insgesamt kälter ausfallendes Winterwetter in Deutschland hin. Laut Jung wird erwartet, dass ab Montag, dem 20. November, das Wetter im Norden Deutschlands kühler und von nasskaltem Wetter geprägt sein wird.

Ab Mittwoch, dem 20. November, können in Baden-Württemberg Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h in höheren Regionen auftreten, während bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter im Südwesten prognostiziert werden. Am Donnerstag könnten die Temperaturen im Westen Deutschlands bis zu 15 Grad erreichen. Eine Kaltfront, die am Samstag, dem 23. November, das Orkanfeld verdrängt, führt zu eisigen Temperaturen von bis zu 0 Grad in Baden-Württemberg. In den Morgenstunden ist mit Temperaturen bis zu -4 Grad in Teilen des Bundeslandes zu rechnen, während in Höhenlagen bis zu 1.500 Metern Tiefstwerte von bis zu -9 Grad erwartet werden. In den Alpen sowie in höheren Lagen des Schwarzwalds und der Schwäbischen Alb ist viel Neuschnee in Aussicht.

Dominik Jung spricht in diesem Zusammenhang von einer „sehr spannenden Wetter-Entwicklung“ und verweist darauf, dass Wettermodelle in der Vergangenheit bereits mehrfach einen Wintereinbruch vorhergesagt haben, der letztlich nicht eintrat.