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Kriminalitätsstatistik 2024: Rückgang der Straftaten, Gewalt bleibt hoch!

Im Kreis Esslingen ist die Zahl der Straftaten im Jahr 2024 leicht gesunken. Insgesamt wurden 23.557 Straftaten registriert, was einem Rückgang um zwei Delikte im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Während die Kriminalität im Polizeipräsidium Reutlingen um 2,5 Prozent abnahm und 52.258 Straftaten erfasst wurden, blieb die Gewaltkriminalität jedoch auf hohem Niveau. Dies zeigt eine aktuelle Analyse, die von den Stuttgarter Nachrichten veröffentlicht wurde.

Obwohl die Gesamtzahl der Straftaten gesunken ist, bleibt die Gewaltdelinquenz weiterhin hoch. Im Landkreis Esslingen wurden 821 Gewaltdelikte registriert, dies sind drei weniger als im Vorjahr, aber die Gewaltkriminalität insgesamt sank nur um 1 Prozent auf 1.996 Straftaten. Die Statistik zeigt auch einen Anstieg bei den Raubdelikten um 7,2 Prozent auf 328 Fälle, während die Körperverletzungsdelikte mit 6.414 Taten weiterhin einen großen Teil der registrierten Gewaltfälle ausmachen.

Kriminalitätsstatistik und Trends

Im Jahr 2024 konnten im Vergleich zum Vorjahr leichte Rückgänge in den Bereichen Diebstahl und Rauschgiftkriminalität verzeichnet werden. Die Rauschgiftkriminalität ist im Kreis Esslingen um 42 Prozent auf 1.773 Fälle gesunken. Gleichzeitig stieg die Zahl der Tatverdächtigen, die nicht deutscher Herkunft sind, auf 9.344, was 42,4 Prozent der Gesamtzahl der Tatverdächtigen entspricht. Besonders auffällig ist, dass 58,6 Prozent der Tatverdächtigen bei Messerangriffen nichtdeutscher Herkunft sind. Die Aufklärungsquote für die Straftaten im Polizeipräsidium Reutlingen stieg leicht auf 62,9 Prozent.

Im Rahmen der bundesweiten Analyse, die auf den Daten des Bundeskriminalamts basiert, wurde ebenfalls ein Rückgang der Kriminalität in Deutschland um 1,7 Prozent festgestellt, mit insgesamt 5.837.445 registrierten Straftaten. Dennoch stieg die Gewaltkriminalität bundesweit um 1,5 Prozent auf 217.277 Fälle, was den höchsten Stand seit 2007 darstellt. Dies wirft Fragen zur Entwicklung der Kriminalität im Land auf und hebt die Herausforderungen hervor, die im Bereich der öffentlichen Sicherheit nach wie vor bestehen.