
Am 6. April 2025 wird die Sendung „Das Hamburger Hafenkonzert“ ausgestrahlt, in der Dr. Martin Kröger, der Hauptgeschäftsführer des Verbands deutscher Reeder, zu Gast sein wird. In der Sendung, die um 06:00 Uhr beginnt und 72 Minuten dauert, gibt Kröger einen Einblick in den über 100 Jahre alten Verband, der rund 200 Unternehmen in Deutschland vertritt. Zu seinen persönlichen Wurzeln in Hamburg und seiner beruflichen Entwicklung vom Juristen zum maritimen Manager wird er ebenfalls Stellung nehmen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Sendung sind die geopolitischen Krisenherde und deren Auswirkungen auf die Schifffahrt, insbesondere im Roten Meer und der Straße von Taiwan. Dr. Kröger spricht über den Wettbewerb zwischen großen Reedereien, wie MSC und Hapag-Lloyd, und mittelständischen Betrieben sowie die Rolle der Flaggenstaaten und Schiffsregister in der politischen Verantwortung des maritimen Sektors. Zudem werden die Auswirkungen der US-Handelspolitik und der Strafzölle auf die internationale Schifffahrt thematisiert.
Herausforderungen und Ausblicke für die Schifffahrt
Im Vorfeld dieser Sendung dokumentiert eine aktuelle Studie von PwC die Herausforderungen, mit denen die Seeschifffahrt konfrontiert ist. Laut der PwC-Reederstudie 2024, die am 9. Oktober 2024 veröffentlicht wurde, haben über 80% der deutschen Reedereien mit Beeinträchtigungen durch Handelskriege, Embargos und kriegerische Auseinandersetzungen zu kämpfen. Geopolitische Umbrüche führen zu Verschiebungen von Schutzzonen und Einflusssphären, was längere Transportwege und erhöhte Kosten sowie Emissionen zur Folge hat. Diese Herausforderungen beeinflussen die Branche nachhaltig und führen dazu, dass jedes zweite Unternehmen mit einem Personalmangel rechnet, während die Mehrheit dennoch optimistisch in die Zukunft blickt.
Weitere Informationen zur Sendung sind auf der Webseite von NDR verfügbar unter NDR, während detaillierte Erkenntnisse der PwC-Reederstudie auf PwC nachzulesen sind.