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Massiver Stellenabbau bei ZF Friedrichshafen: 14.000 Jobs in Gefahr!

Der deutsche Autozulieferer ZF Friedrichshafen steht vor einer tiefgreifenden Umstrukturierung, die einen massiven Stellenabbau von bis zu 14.000 Arbeitsplätzen in Deutschland zur Folge haben wird. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf hohe Schulden und die anhaltenden Herausforderungen in der Automobilindustrie. Gemäß Meldungen von Merkur wurde auf einer Bilanzpressekonferenz am 20. März 2025 ein Umsatzverlust von 2,4 Milliarden Euro im Jahr 2023 und ein weiterer Rückgang auf 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2024 verkündet.

ZF hat bereits durch natürliche Fluktuation, Renteneintritte sowie die Senkung der wöchentlichen Arbeitszeit insgesamt 4.000 Stellen abgebaut. Der Konzernchef Holger Klein hat betont, dass der Stellenabbau sozialverträglich erfolgen soll. Jedoch treffen die Abbaupläne auf Kritik, während Klein die berechtigten Sorgen der Mitarbeiter ernst nimmt. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Unternehmens sind auf über 10 Milliarden Euro gestiegen, was durch hohe Rückstellungen für Umstrukturierungen in Höhe von rund 600 Millionen Euro belastet wird, wie auch HNA berichtet.

Strategische Neuausrichtung

Im Rahmen der Neustrukturierung plant ZF, seine Geschäftseinheiten flexibler zu gestalten. Die Division für Passive Sicherheitstechnik wurde bereits im September 2024 ausgegliedert, während die Antriebssparte (Division E) ebenfalls ausgegliedert, aber nicht verkauft werden soll. ZF sucht einen Partner, der das Unternehmen unterstützen kann, ohne es zu schädigen. Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer bezeichnete diese mögliche Abspaltung als „richtige Entscheidung“.

Im Jahr 2024 verzeichnete ZF einen Umsatzrückgang von 11 % auf 41,4 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sank um fast 900 Millionen Euro auf 1,5 Milliarden Euro. Neben der geplanten Stellenreduzierung will das Unternehmen seine wirtschaftliche Situation durch Investitionen in Kernbereiche wie Fahrwerk, Nutzfahrzeug- und Industrietechnik sowie durch Partnerschaften in E-Mobilität und Fahrerassistenzsystemen verbessern. Angesichts dieser Umstände prognostizierte ZF für 2025 einen Umsatz von über 40 Milliarden Euro bei stabilen Wechselkursen, während die Mitarbeiterzahl weltweit um 4 % auf 161.631 zurückging und in Deutschland auf rund 52.000.