GreifswaldMecklenburg-Vorpommern

Friedensgebete in Greifswald: Ein Lichtblick für verfolgte Christen in Syrien!

Im Greifswalder Dom fand am Montagabend ein Friedensgebet statt, an dem knapp 20 Menschen teilnahmen. Diese Gebetstradition wurde seit Beginn des Ukraine-Kriegs vor etwa drei Jahren ins Leben gerufen und zielt darauf ab, ein Zeichen für Frieden aus Mecklenburg-Vorpommern zu senden. Der Fokus lag beim jüngsten Gebet besonders auf den verfolgten Christen in Syrien. Bischof Tilman Jeremias äußerte in seinen Worten besorgte Anmerkungen zur Möglichkeit der Entstehung eines gewaltsamen islamistischen Gottesstaates nach einem möglichen Sturz des Assad-Regimes. Anfang des Monats hatten Islamisten im Westen Syriens ein Massaker an der Alawiten-Minderheit verübt, bei dem auch Christen unter den Opfern waren, wovon [NDR](https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/vorpommern/Greifswald-Gebet-fuer-syrische-Christen,mvregiogreifswald2672.html) berichtete.

Bischof Jeremias hofft, durch die Friedensgebete ein Signal für Abrüstung und Demokratie senden zu können. Diese Gebete finden wöchentlich statt, und die Sorgen über die Situation der religiösen Minderheiten in Syrien sind nicht unbegründet. Berichte über Massaker islamistischer Regierungen schüren Ängste vor einem neuen Bürgerkrieg, wie [ProSieben](https://www.prosieben.de/serien/newstime/news/syrien-experte-nach-massaker-alawiten-drusen-christen-viele-fuehlen-sich-unsicher-509059) anmerkte. Es gab mehrere Berichte über die Hinrichtung von mehr als 160 Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, durch Kämpfer der neuen islamistischen Übergangsregierung, die nach dem Sturz von Baschar al-Assad an die Macht kam.

Sich zuspitzende Konflikte in Syrien

Die zunehmenden Konflikte in Syrien nehmen derweil an Intensität zu. Zahlreiche Aktivisten machen bewaffnete Unterstützer der Übergangsregierung unter Präsident Ahmed al-Scharaa für die Massaker verantwortlich. Während die Spannungen zwischen verschiedenen Gruppen steigen, wird die Situation von Nahost-Experten als fragil beschrieben. Minderheiten wie Alawiten, Drusen und Christen zeigen sich besorgt über mögliche „Rachefeldzüge“ der Regierungseinheiten. Al-Scharaa, der versprochen hatte, ein Syrien zu schaffen, in dem sich alle Religionen und ethnischen Gruppen wohlfühlen können, sieht sich mit wachsenden Unruhen konfrontiert.