
Symeon Anastasiou, der Geschäftsführer des Neubrandenburger Restaurants „Marathon“, beendet nach über 20 Jahren seine Tätigkeit. Der Wechsel in der Leitung des Restaurants wurde bereits im Januar angekündigt, da Anastasiou Schwierigkeiten hat, qualifiziertes Personal zu finden und die Qualität der Küche nicht gefährden möchte. Ab April wird ein neuer Pächter den Betrieb in der Katharinenstraße übernehmen, wobei die Küche weiterhin griechisch bleiben soll.
Anastasiou wird bis zum 31. März im Restaurant tätig sein und blickt auf die Gründung des Betriebs im Jahr 1992 zurück. Er übernahm 2003 die Führungsrolle und hebt einen bedeutsamen Moment für ihn hervor: das Finale der Europameisterschaft 2004, als Griechenland gegen Portugal gewann. Trotz der Ungewissheit seines letzten Arbeitstags hat er bereits viele Stammgäste, die sich von ihm verabschiedet haben.
Berufliche Neuausrichtung und Herausforderungen
Anastasiou plant, sich beruflich neu zu orientieren und ist seit einigen Jahren im Blockchain-Bereich aktiv. Seine Auseinandersetzung mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen sowie eine Fortbildung in diesem Bereich lassen ihn langfristige Perspektiven im Blockchain-Bereich erkennen. Er zieht Parallelen zur Gastronomie in Bezug auf Disziplin, trifft jedoch auf Skepsis von Kollegen. Trotz der Herausforderungen in der Gastronomie und der Unsicherheiten möchte Anastasiou eines Tages eventuell in diesen Bereich zurückkehren.
Vor Kurzem sorgte das Restaurant „Marathon“ für Nachfragen aufgrund eingeklappten Sonnenschirmen, fehlenden Speisekarten und nicht hinterlegten Öffnungszeiten. Gerüchte über eine Schließung des seit 1992 bestehenden Gastronomiebetriebs kamen auf. Nach Betriebsferien vom 1. Januar bis 22. Januar wurde angekündigt, dass nach den Ferien das Restaurant vorerst wieder öffnen soll, mit einer voraussichtlichen Übernahme durch einen neuen Pächter ab dem 1. Juli 2023. Anastasiou hatte Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu finden, und musste Gäste über seine Zukunftspläne informieren. Er betont jedoch, dass das Restaurant in Neubrandenburg bleibt und er nicht plant, das Geschäft aufzugeben, trotz der Probleme bei der Anstellung von Mitarbeitern, darunter auch Schwierigkeiten mit der Ausländerbehörde.
Die Herausforderungen, insbesondere die hohen Anforderungen an deutsche Fachkräfte, haben Anastasiou dazu veranlasst, die Küche kurzfristig in Zwei-Monats-Takten zu planen. Der Gastronom betont, dass seine Mutter momentan in der Küche arbeitet, was er jedoch nicht als dauerhafte Lösung anstrebt. Online-Reservierungsdienste sollen ab der kommenden Woche wieder verfügbar sein, um den Betrieb zu unterstützen.