
Am 4. April 2025 feierte der Flugplatz des LV Lüneburg e.V. eine Premiere in der Ultraleichtfliegerei. Uwe Hoven, Elektroingenieur und Pilot, landete mit dem ersten Einsatz eines Ultraleichtfliegers mit Elektromotor auf dem Platz. Das verwendete Flugzeug, ein STRATOS, wurde in den 1980er-Jahren in Berlin entwickelt und später in Lüneburg gefertigt.
Die theoretische Flugzeit des STRATOS beträgt eine Stunde mit reinem Motorflug, es besteht jedoch die Möglichkeit, durch geschicktes Segeln mehrere Stunden in der Luft zu bleiben. Der Elektromotor des Flugzeugs arbeitet leise und umweltfreundlicher als ein herkömmlicher Benzinmotor. Trotz dieser Vorteile gibt es unter einigen Ultraleicht-Piloten in Lüneburg Skepsis. Carsten Volkmann, ein erfahrener Pilot, merkt an, dass ein Benzinmotor viermal längere Flugzeiten ermöglicht. Hoven selbst erlebte während seines Fluges eine technische Herausforderung, als die Batterien leer wurden und der Funk nicht mehr funktionierte.
Ambitionen für die Zukunft
Dennoch zeigt Hoven großen Optimismus in Bezug auf die Zukunft von Elektromotoren in der Fliegerei. Im Rahmen seiner Pläne sieht er den Bau eines Solar-Hangars mit einer E-Tankstelle auf dem Flugplatz Lüneburg vor, was die Entwicklung der Elektromobilität in der Luftfahrt weiter vorantreiben könnte.
Zusätzliche Entwicklungen im Bereich der Elektroflugzeuge wurden kürzlich auf der AERO 2023 vorgestellt. Fliegermagazin berichtete über den Prototyp des Zweisitzers Elektra Trainer, der mit zwei Elektromotoren HPD-50 von Geiger betrieben wird und eine Reisegeschwindigkeit von 120 km/h erreichen kann. Der Elektra Trainer fliegt extrem leise und hat eine Akkulaufzeit von 2,5 Stunden, was ihn zu einer vielversprechenden Option für die Zukunft der Elektromobilität in der Luftfahrt macht.