
Das Kabelwerk Köpenick an der Friedrichshagener Straße wird in ein modernes Wohn- und Gewerbequartier umgewandelt. Geplant sind insgesamt 900 bis 920 Wohnungen, eine Kita sowie Gastronomie und Büros. Weiterhin ist ein neuer Uferweg entlang der Spree vorgesehen. Vor den eigentlichen Bauarbeiten muss jedoch der Boden saniert werden, da dieser durch frühere industrielle Nutzung belastet ist.
Die Schadstoffsanierung, die im Oktober 2024 begann, beinhaltet den Abriss maroder Gebäude, den Erhalt denkmalgeschützter Hallen und die fachgerechte Entsorgung von kontaminiertem Bodenmaterial. Die Sanierungsmaßnahmen sollen voraussichtlich etwa 15 Monate in Anspruch nehmen, bevor die Bauarbeiten gestartet werden können.
Details zum Projekt
Das Kabelwerk wurde im Jahr 1858 gegründet und war bis zu seiner Schließung in den 1990er Jahren in Betrieb. Nach der Übernahme durch Siemens und als Teil des Kombinats Kabelwerk Oberspree (KWO) steht das Areal seit 1994 leer. Die Architekten von „gerkan, marg und partner“ planen, eine Mischung aus Alt und Neu zu schaffen. Denkmalgeschützte Backsteinbauten sollen in Lofts, Ateliers und Büros umgewandelt werden, während das historische Pförtnerhäuschen ebenfalls erhalten bleibt.
Der Baustart ist frühestens für 2026 vorgesehen, da das Bebauungsplanverfahren im Bezirk Treptow-Köpenick noch läuft. Geplant sind vier- bis sechsgeschossige Wohnhäuser, wobei rund 30 Prozent der Wohnungen als geförderte Mietwohnungen angeboten werden sollen. Des Weiteren wird eine Kita für etwa 80 Kinder sowie eine zentrale Plaza, ein Boulevard und der frei zugängliche Uferweg entlang der Müggelspree realisiert.
Für weitere Informationen über die Bodensanierung und den Baufortschritt können die Berichte von Berliner Kurier und BUWOG konsultiert werden.