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Der Ukraine-Krieg hat seit seinem Beginn vor drei Jahren spürbare Auswirkungen auf das Emsland. Hunderte Emsländer zeigten bereits damals Solidarität mit den vom Krieg betroffenen Menschen. In der Folge wurden provisorische Unterkünfte für geflüchtete Menschen eingerichtet, um diesen in der Region ein sicheres Zuhause zu bieten. Was zunächst in den ersten Wochen als vorübergehende Lösung gedacht war, hat sich inzwischen in Monate verlängert.
Die Hilfstransporte in die Ukraine gehen weiterhin unvermindert weiter. Die Perspektiven der geflüchteten Menschen, die in der Region Schutz gesucht haben, haben sich dabei ebenfalls geändert. Laut Landrat Marc-André Burgdorf hat die militärische Aggression in Europa die Themen Flucht und Asyl in den Fokus gerückt, und er beschreibt die Situation als Zeitenwende.
Unterstützungsmaßnahmen im Emsland
Im Landkreis Emsland bereiten die Kommunen Unterkünfte für ukrainische Vertriebene vor. Der Landrat hat die Bürger dazu aufgerufen, verfügbaren Wohnraum für die Unterbringung dieser Menschen zu melden. Zahlreiche regionale und überregionale Unterstützungsangebote für Menschen in der Ukraine sowie für die Vertriebenen sind aktiv. Ehrenamtliche Vereine und Initiativen engagieren sich stark in der Unterstützung.
Zur Finanzierung dieser Unterstützung wurde ein Hilfsfonds in Höhe von 331.340 Euro eingerichtet, was einem Euro pro Einwohner entspricht. Dieser Fonds wird nach Bedarf bereitgestellt. Zudem sucht der Landkreis Gasteltern für unbegleitete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine und informiert interessierte Bürger über Kontaktmöglichkeiten.
Das Beratungsangebot für Zugewanderte im Landkreis Emsland ist breit gefächert. Die Niedersächsische Landesregierung stellt Informationen zu Schutzsuchenden und Kinderbetreuungsmöglichkeiten zur Verfügung. Auch das Bundesinnenministerium hat eine mehrsprachige Homepage eingerichtet, die Informationen für Vertriebene aus der Ukraine bereitstellt. Arbeitgeber, die Fragen zur Beschäftigung ukrainischer Staatsangehöriger haben, können sich an die Ausländerbehörde wenden. Ferner bietet der Sozialpsychiatrische Dienst Unterstützung bei psychischen Erkrankungen und Krisensituationen an. Zudem stehen mehrsprachige Informationsportale zu Corona-Virus und den damit verbundenen Schutzmaßnahmen zur Verfügung.