Holzminden

Bodenwerder steht auf der Kippe: Will die Samtgemeinde den Landkreis wechseln?

In der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle gibt es derzeit mehrere besorgniserregende Entwicklungen. Am Freitagmorgen, den 11. März, wurde eine zehnjährige Schülerin an einer Bushaltestelle in Bodenwerder von einem Mann belästigt. Der Vorfall ereignete sich um 6:20 Uhr. Der Täter wird als etwa 55 Jahre alt, 1,75 bis 1,80 Meter groß, mit einem dichten Oberlippenbart und grauen Haaren beschrieben. Er trug eine schwarze Jacke, schwarze Cargohosen, Adidas-Turnschuhe sowie einen Rucksack und schwarze Handschuhe. Die Polizei bittet um Hinweise unter 05533/408310, um den Vorfall aufzuklären, wie [tah.de](https://www.tah.de/lokales/holzminden-lk/holzminden/holzminden-newsletter-5-in-5-stadt-eschershausen-in-angespannter-situation-maedchen-in-bodenwerder-SG5ZFDLK6FH6VEJ3MHAB7MMTZE.html) berichtete.

Darüber hinaus plant die Samtgemeinde Bodenwerder-Polle, den Landkreis Holzminden zu verlassen und in den Nachbarlandkreis Hameln-Pyrmont zu wechseln. Dieser Schritt wird von der Unzufriedenheit über eine geplante Schulschließung und den dauerhaften Ausfall von Schulbussen beeinflusst. Der Rat der Samtgemeinde hat Bürgermeister Sebastian Rode (SPD) beauftragt, Gespräche mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont zu initiieren. Rode äußerte, dass sich die Samtgemeinde vom Landkreis Holzminden vernachlässigt fühle, und kritisierte die Art und Weise, wie im Ausschuss und Kreistag über wichtige Themen diskutiert wurde, wie [ndr.de](https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Frust-ueber-Entscheidungen-Bodenwerder-Polle-will-Landkreis-wechseln,bodenwerder196.html) berichtete.

Reaktionen und Ausblick

Ein konkreter Grund für den Unmut ist die Entscheidung, die Oberschule in Bodenwerder im August 2028 zu schließen. Schüler, Schülerinnen und Eltern haben bereits gegen die Schulschließungspläne protestiert. Holzmindens Landrat Michael Schünemann (parteilos) hat Verständnis für die Sorgen der Bürger, weist jedoch auf die hohen rechtlichen Hürden für einen Übertritt zu einem anderen Landkreis hin. Landrat Dirk Adomat (SPD) von Hameln-Pyrmont zeigte sich offen für Gespräche, ließ jedoch die Offizielle Anfrage aus der Samtgemeinde vermissen.

Die angespannten Verhältnisse in der Region werden durch die verschiedenen Themen zusätzlich belastet, was die Notwendigkeit von Lösungen und konstruktiven Dialogen zwischen den Beteiligten erneut unterstreicht.