
In einem besorgniserregenden Vorfall wurde bekannt, dass eine vermummte Person Substanzen in die Ruhr kippt, wodurch das Wasser eine grüne Verfärbung annimmt. Dies berichtet die ARD Mediathek. Die Zeugin Nadine beobachtete die Tat und verfolgte den Täter, der jedoch entkommen konnte. Eine Analyse der Substanz ergab zwar, dass sie unbedenklich ist, jedoch wurde eine hohe chemische PFAS-Belastung des Flusses festgestellt. Zusätzliche fielen den Ermittlern zunehmend tote Fische im Fluss auf, was die Situation weiter verschärft.
In Reaktion auf die Vorfälle wurde die Wacht aufgerufen, um Mithilfe bei der Aufklärung zu leisten. Ermittler stehen zudem in Kontakt mit der Umweltaktivistin Nora Winterstein, die anscheinend über weitere Informationen verfügt.
Untersuchung der PFAS-Belastung im Trinkwasser
Parallel zu diesen Ereignissen hat der BUND in einer neuen Untersuchung Wasserproben aus verschiedenen Wohnorten deutscher Europa-Politiker*innen analysiert. Laut BUND wurde in neun von zehn getesteten Leitungswassern und in drei von fünf Mineralwassern PFAS nachgewiesen. Die Studie überprüfte drei schlecht abbaubare Chemikalien, darunter Melamin und Trifluoressigsäure, wobei Trifluoressigsäure als die am häufigsten gefundene PFAS-Chemikalie identifiziert wurde. Melamin, das als potenziell krebserregend gilt, wurde ebenfalls mehrfach nachgewiesen.
Die Untersuchung zeigte außerdem, dass in zwei Wasserproben Benzotriazol, ein hormoneller Schadstoff, vorkam. Einige getestete Mineralwässer wiesen signifikante PFAS-Konzentrationen auf, während andere Verunreinigungen wie Spreequell und Gerolsteiner Naturell über die festgestellten Bewertungen hinausgehend waren. Trotz dieser Befunde hielten alle getesteten Proben die gesetzlichen Grenzwerte für Trinkwasser ein.
Der BUND betonte, dass die Kosten für die Wasseraufbereitung aufgrund der Verschmutzung steigen, was die Verbraucher letztendlich finanziell belastet. Zudem wird ein generelles Verbot von PFAS gefordert, mit Ausnahme von essenziellen Anwendungen. Die Gesetzgebung in Bezug auf Chemikalien erfolgt hauptsächlich auf EU-Ebene, und es wird auf wichtige Tipps zur Vermeidung von PFAS und anderen Schadstoffen hingewiesen.