
Duisburg ist bekannt für seinen Stahlsektor mit Unternehmen wie ThyssenKrupp Steel, Hüttenwerke Krupp-Mannesmann und ArcelorMittal Ruhrort. Seit kurzem steht das historische Wasserschloss Haus Böckum im Stadtteil Huckingen zum Verkauf. Dieses Schloss ist das einzige erhaltene Wasserschloss in Duisburg und wurde erstmals im Jahr 1345 urkundlich erwähnt. Der Name „Böckum“ bedeutet „Hof zo den Buechen“ und verweist auf einen früheren Wald.
Haus Böckum war über Jahrhunderte Wohnsitz adeliger Familien und ging im 19. Jahrhundert in den Besitz des Grafen von Spee über. In den 1980er Jahren wurde es an ein Ehepaar verpachtet, welches einen Bauernhof betrieb. 2012 erwarb ein Berliner Investor das Anwesen und plante, es in moderne Wohnungen umzubauen. Im Jahr 2017 erhielt der Investor die erforderliche Baugenehmigung, jedoch sind seitdem keine Fortschritte in der Umsetzung erfolgt. Das Grundstück umfasst 28.854 Quadratmeter und bietet eine Wohnfläche von 2.770 Quadratmetern. Geplant sind 14 luxuriöse Wohneinheiten, darunter 5 Reihenhäuser und 9 weitere Wohneinheiten.
Sanierungsbedarf und Denkmalschutz
Das denkmalgeschützte Gebäude ist stark sanierungsbedürftig und weist Schäden durch Vandalismus auf. Der Zustand des Anwesens hat dazu geführt, dass die Stadt Duisburg ein ordnungsbehördliches Verfahren wegen des Verfalls des Anwesens eingeleitet hat. Haus Böckum steht nicht nur als historisches Relikt in der Stadtgeschichte, sondern auch als ein Beispiel für die Herausforderungen, die mit der Erhaltung solcher alten Gebäude verbunden sind. Laut [derwesten.de](https://www.derwesten.de/staedte/duisburg/duisburg-nrw-burg-adelsitz-haus-boeckum-verkaufen-id301461558.html) und [Wikipedia](https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_B%C3%B6ckum) ist das Burggelände eingezäunt und das Betreten ist untersagt.