Krefeld

Jugendliche gestalten Zukunft: Ideen für Krefelds Hardenbergviertel!

In Krefeld wird das Hardenberg- und Kronprinzenviertel unter städtebaulichen Aspekten neu entwickelt. Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, die Bewohner, insbesondere die Jugendlichen, aktiv in den Entwicklungsprozess einzubeziehen. Rund 9.000 Einwohner leben in der Gegend, zu der auch etwa 130 Schüler der Gesamtschule Kaiserplatz gehören, die ihre Wünsche und Ideen für das Viertel äußern können. Dies geschieht im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK), das verschiedene soziale und städtebauliche Probleme addressiert, wie [rp-online.de](https://rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/stadtentwicklung-krefeld-jugendliche-erarbeiten-vorschlaege-zum-hardenbergviertel_aid-124417797) berichtet.

Kirsten Steffens, Abteilungsleiterin für Räumliche Entwicklung und Denkmalschutz, betont die Bedeutung dieser Einbindung. Die Ergebnisse der Beteiligungsverfahren zeigten unter anderem den Wunsch nach einem Lernraum ähnlich der Mediothek. Zudem forderten die Jugendlichen, dass mehr Sport- und Freizeitmöglichkeiten in der Nähe ihrer Wohnungen geschaffen werden. Weitere wichtige Anliegen sind die Thematisierung von Müll und Verschmutzungen sowie ein ansprechenderes Erscheinungsbild ihrer Umgebung.

Schüler äußern ihre Ideen

Im Rahmen des ISEK hat die Stadt bereits begonnen, Bürgerbeteiligungen durchzuführen. Schülergruppen der Gesamtschule Kaiserplatz waren aktiv in den Prozess eingebunden. Die Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren äußerten nicht nur ihre Wünsche nach Freizeitangeboten, sondern thematisierten auch prekäre Wohnverhältnisse sowie sanierungsbedürftige Gebäude im Viertel. Viele Jugendliche meiden es nach der Schule, sich im eigenen Quartier zu treffen, und nutzen die Mediothek als Rückzugsort. Ein ähnliches Projekt für die Nachbarschaft wurde angeregt, wie [krefeld.de](https://www.krefeld.de/de/inhalt/schueler-platzieren-wuensche-fuers-hardenberg-und-kronprinzenviertel/) berichtet.

Der Handlungsbedarf ist klar: Zu wenig Grünflächen, sanierungsbedürftige Gebäude und wenige Freizeitmöglichkeiten sind aktuell große Baustellen innerhalb des Quartiers. Es ist geplant, die Bestandsanalyse und das Leitbild vor den Sommerferien der Politik vorzulegen, um konkrete städtebauliche Impulsmaßnahmen und soziale Projekte anzustoßen.