
Die Finanzverwaltung in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat mit einem Erlass des Finanzministeriums die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) wie ChatGPT für interne Vermerke und Bilder gestattet. Die Entscheidung eröffnet neue Möglichkeiten und Unterstützung in der täglichen Arbeit der Beamten. Laut den Vorgaben darf die KI unter anderem für die Recherche von allgemeinen Rechtsfragen sowie die Erstellung von Texten für die Öffentlichkeit und Bildern für Flyer, Broschüren und Kampagnen eingesetzt werden.
Die Verantwortung für die Richtigkeit der durch KI generierten Inhalte bleibt jedoch bei den Beamten. Es ist untersagt, Dienstgeheimnisse oder vertrauliche Informationen in die KI einzugeben. Zudem müssen die Ergebnisse frei von diskriminierenden Aussagen sein und auf Plagiate überprüft werden. Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) betont die Notwendigkeit moderner Technologien zur Erleichterung der Arbeit und zur Optimierung des Service, jedoch stets innerhalb klarer Grenzen, wie n-tv.de berichtete.
KI-Assistenten in der öffentlichen Verwaltung
Des Weiteren hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung Nordrhein-Westfalen die KI-basierte Verwaltungsassistenz „NRW.Genius“ eingeführt. Die Nutzung dieser Technologie begann am Montag, 28. Oktober 2024, als Teil einer Testphase, die vier Wochen dauern wird. Ziel ist es, Erkenntnisse zur Nutzung von KI in der Landesverwaltung zu sammeln und die Mitarbeiter bei zeitaufwendigen Aufgaben, wie beispielsweise bei der Zusammenfassung von Dokumenten, zu unterstützen.
Der KI-Assistent „NRW.Genius“ wird von IT.NRW in Zusammenarbeit mit Capgemini entwickelt und bietet fünf zentrale Funktionen: die Zusammenfassung von Dokumenten und Texten, die Generierung von Texten aus Stichpunkten oder Dokumenteninhalten, Unterstützung bei der Recherche durch intelligente Suchfunktionen, eine Chat-Funktion zur Interaktion mit großen Sprachmodellen sowie die Möglichkeit, Fragen an PDF-Dokumente zu stellen. Während der Testphase stehen kontinuierliche Ansprechpartner für Tester bereit, die Feedbackrunden und Workshops zur Förderung des Informationsaustauschs anbieten, wie auf der Webseite des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung NRW nachzulesen ist.