
Die Olchinger Braumanufaktur (OBM) hat Insolvenz beim Amtsgericht München angemeldet. Geschäftsführer Guido Amendt gab die Insolvenz am 28. März 2025 bekannt. Die Gründe liegen laut Amendt in den hohen Energiepreisen, dem aufwendigen Kasten-Pfand-System sowie einem signifikanten Rückgang des Bierabsatzes. Im vergangenen Jahr fiel der Absatz auf die Hälfte des angestrebten Ziels von 100.000 Litern pro Jahr. Die Braumanufaktur wurde 2016 von Amendt und Julius Langosch gegründet.
Der Betrieb der OBM wird unter der Aufsicht von Rechtsanwalt Hanns Pöllmann fortgeführt, der als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt wurde. Pöllmann ist bereits von der Insolvenz der Maisacher Brauerei bekannt. Amendt äußerte die Hoffnung, die Gastronomie und Eventangebote der OBM, wie die Zwickelei und den Biergarten, weiterhin aufrechterhalten zu können. Das Olchinger Volksfest wird jedoch ohne das Bier von Gut Graßlfing stattfinden. Amendt betont die wirtschaftlichen Herausforderungen, die die Branche seit der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Krieg stark belasten. Fundamental Veränderungen auf dem Biermarkt haben ebenfalls negative Auswirkungen auf kleine Brauereien, wie [Merkur](https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/olching-ort29215/meldet-insolvenz-an-wegen-alkoholfrei-trend-bayerische-brauerei-93653603.html) berichtet.
Zahlungsunfähigkeit erklärt
Zusätzlich wurde von der OBM erklärt, dass sie zahlungsunfähig ist. Die Braumanufaktur hat ihren Sitz in Gut Graßlfing. Die Auswirkungen der Insolvenz auf die OBM Gastro & Event GmbH, die für den Betrieb der Zwickelei und des Biergartens zuständig ist, sind derzeit noch unklar. Amendt und Langosch hoffen darauf, dass trotz der schwierigen Situation weiterhin viele Fans die Zwickelei und den Biergarten besuchen und die Biere vor Ort kaufen, wie [Süddeutsche](https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/insolvenz-pleite-olchinger-braumanufaktur-li.3227448) berichtet.