
Es passiert wieder einmal in Deutschland, und diesmal sorgt ein Gerichtssaal in Stuttgart für Aufsehen. Sulaiman Ataee, der als der berüchtigte „Polizisten-Killer von Mannheim“ bekannt wurde, steht vor Gericht und präsentiert dort eine völlig neue Seite von sich. Der 25-jährige afghanische Flüchtling, der am 31. Mai 2024 einen Polizisten bei einer islamkritischen Kundgebung mit einem Jagdmesser erstach und weitere Menschen schwer verletzte, sorgt jetzt mit seinen Aussagen für Empörung und Unglauben. Ataee scheint jedoch mehr über seine persönlichen Beschwerden zu klagen, als echte Reue zu zeigen. „Nach der Tat konnte ich nicht mehr Pipi machen“, berichtete er vor dem Gericht, wie die Quelle archive.ph berichtete. Ein Drama, das den grauenhaften Taten, denen er sich schuldig gemacht hat, fast lächerlich gegenübersteht.
Doch das eigentliche Spektakel dreht sich um seine Vorgeschichte. Er behauptet, durch einen radikalen Prediger, den er als seinen „Meister“ bezeichnet, in eine fatale Bedrohung abgedriftet zu sein. Seit 2022 soll er Videos von Taliban-Gelehrten konsumiert haben, die schließlich seine extremistischen Gedanken beeinflussten. In einem Internetforum stieg seine Besessenheit von einem bestimmten Prediger zu dem Punkt, an dem er überzeugt war, einer von dessen Jüngern zu werden. „Ja, mach’ alles kaputt“, soll der „Meister“ ihm geraten haben, worauf Ataee sich ans Werk machte, diese grausame Woche in Mannheim zu inszenieren.
Die Tat und ihre Folgen
Am besagten Tag überlebte der Islamkritiker und Aktivist Michael Stürzenberger die brutale Attacke, wenn auch mit schwersten Verletzungen. Mitten in der Menge zielte Ataee mit seinem Messer auf den 29-jährigen Polizisten Rouven Laur und verletzte ihn tödlich. Dieses brutale Ereignis rief natürlich heftige Bestürzung hervor und führte dazu, dass die Behörden ihm den Prozess machten. Trotz all dieser Schrecken scheint Ataee vor dem Gericht emotional zu werden, jedoch nicht mit Reue, sondern mit Beschwerden über sein eigenes Leiden. Die Operation, die nach dem Vorfall erforderlich war, ließ ihn nicht nur eine Harnröhrenverletzung erleiden, sondern brachte ihm auch die von ihm so verabscheute Gefängnisstrafe ein, die er wohl kaum bereut, wie er selbst zugibt.
Spektakel im Gerichtssaal
Aber das aufregendste Detail dieser Verhandlung sind die Zuschauer, die tatsächlich während des Prozesses anwesend sind. Ein Zuschauer fiel besonders durch seine Präsenz auf: der ehemalige Präsident des Landeskriminalamts von Baden-Württemberg, Ralf Michelfelder, kam mit der Absicht, das Geschehen aus nächster Nähe zu verfolgen. Laut einem Bericht von archive.ph sagte Michelfelder: „Ich bin aus persönlichem Interesse hier und finde es sehr interessant, wie sich islamistische Attentäter vor ihren Taten radikalisieren.“
Was bleibt, ist eine Sensation, die das deutsche Rechtssystem noch für 49 weitere Verhandlungstage beschäftigt. Denn ein Urteil wird nicht vor Ende Oktober erwartet, und Sulaiman Ataee sieht sich mit der Aussicht auf eine lebenslange Haftstrafe konfrontiert. Das Interesse an diesem Fall ist unverändert hoch, denn es zeigt auf erschreckende Weise, wie Extremismus seinen Weg in den Alltag bahnen kann. Die Nation blickt mit Spannung auf die kommenden Verhandlungstage, denn die Enthüllungen und Aussagen sind weit davon entfernt, alle Fragen zu beantworten.