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In einer jüngsten Welle von Betrug versuchen kriminelle Netzwerke, ahnungslose Menschen mit E-Mails über vermeintliche Erbschaften von entfernten Verwandten im Ausland in die Irre zu führen. Diese Betrüger versprechen große Geldbeträge in ihren Nachrichten, wie n-tv berichtete. Die Vorgehensweise ist perfide: Um an das angebliche Geld zu gelangen, fordern sie von den Angeschriebenen hohe Beträge für Gebühren, Notarkosten oder Steuern.
Nach der Überweisung dieser Vorauszahlungen bleibt oft nur Enttäuschung. Die Betrüger brechen den Kontakt ab, und das Geld ist unwiederbringlich verloren. Um Vertrauen zu gewinnen, nutzen die Betrüger zunächst scheinbar harmlose E-Mails. Die Absender dieser Nachrichten sind meist im Internet auffindbar, was zusätzlich zur Glaubwürdigkeit ihrer Machenschaften beiträgt. Die Betrugsmaschen sind vielfältig, und immer neue Geschichten werden erfunden, um Menschen zur Überweisung zu bewegen.
Methoden und Merkmale betrügerischer Erbschaftsversprechen
Zusätzlich zu den E-Mails berichten immer wieder Menschen, dass sie Nachrichten über unerwartete Erbschaften von angeblichen Anwälten, Prominenten oder Regierungsbeamten erhalten, wie auch mimikama festgestellt hat. Oft geben sich die Betrüger als „Gouverneur der Bank von Thailand“ oder ähnliche Persönlichkeiten aus. Diese Nachrichten werden über verschiedene Kanäle wie E-Mail, soziale Netzwerke, SMS oder Messenger-Dienste versendet. Um ihre Glaubwürdigkeit zu stärken, versenden sie gefälschte Dokumente, einschließlich Ausweiskopien, Zertifikate und sogar KI-generierte Videobotschaften.
Die Betrüger arbeiten in mehreren Schritten: Zunächst kontaktieren sie ihr Opfer und geben vor, eine große Erbschaft zu haben, wobei sie persönliche Daten, Ausweiskopien und Bankverbindungen abfragen. Nach erfolgreicher Vertrauensbildung verlangen sie Vorauszahlungen für angebliche Anwaltskosten, Gebühren oder Steuern und verwenden in einigen Fällen sogar KI-Tools, um gefälschte Beweisvideos zu erstellen.
Die Erkennungsmerkmale dieser betrügerischen Erbschaftsversprechen sind oft eindeutig: Unerwartete Nachrichten mit hohen Geldversprechen sowie Forderungen nach Vorauszahlungen oder persönlichen Dokumenten sollten sofort misstrauisch machen. Zudem drohen Betrüger häufig, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden.
Expertentipps raten, bei Erhalt solcher Nachrichten den Inhalt und die Plausibilität zu hinterfragen, den Kontakt abzubrechen und keine persönlichen Informationen oder Vorauszahlungen zu übermitteln. Im Falle eines Verdachts sollten die Opfer sofort die Polizei informieren und rechtlichen Rat in Anspruch nehmen. Es wird empfohlen, keine unaufgeforderten Ausweiskopien oder Bankdaten weiterzugeben sowie starke Passwörter und die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu verwenden.
Angesichts der Gefahren, die von gefälschten Erbschaftsversprechen ausgehen, ist es entscheidend, wachsam zu bleiben und die genannten Warnsignale zu berücksichtigen, um sich und persönliche Daten zu schützen.