
Im Donnersbergkreis sorgt der geplante Verkauf des Borg-Warner-Gebäudes an den Kreis für Bedenken bei einigen Bürgern. Das Bürogebäude wurde vor zwölf Jahren von der Stadt Kirchheimbolanden errichtet und wird nun von der Kreisverwaltung ins Visier genommen, da sie zusätzlichen Platz benötigt. Fragen zur Rechtmäßigkeit und Transparenz des Verkaufs sind aufgetaucht, weshalb Stadt und Kreis um eine Stellungnahme gebeten wurden, wie rheinpfalz.de berichtet.
Die Notwendigkeit für mehr Bürofläche ergibt sich durch den Anstieg der Mitarbeitenden in der Kreisverwaltung, die von ursprünglich 125 auf über 250 angewachsen sind. Dieser Anstieg wird durch zusätzliche Pflichtaufgaben verursacht. Der Landrat, Rainer Guth, betont, dass die Kreisverwaltung „aus den Nähten platzt“ und ein Neubau oder Anbau teurer wäre. Das Land Rheinland-Pfalz plant, rund 3,5 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, um den Donnersbergkreis beim Kauf und Umbau des Gebäudes zu unterstützen, wie swr.de berichtet.
Planungen für das neue Bürogebäude
Die Kreisverwaltung plant, verschiedene Abteilungen in das neue Gebäude umziehen zu lassen. Ursprünglich wurde ein Anbau an das Kreishaus mit der Aufsichtsbehörde ADD verhandelt, bevor das Bürogebäude von BorgWarner verfügbar wurde. Das derzeitige Kreisverwaltungsgebäude, das 1982 konzipiert wurde, ist auf die heutigen Anforderungen nicht mehr ausgelegt.
Das Bürogebäude, das von BorgWarner genutzt wurde, wurde 2012 für etwa 4,7 Millionen Euro errichtet und an das Unternehmen vermietet. BorgWarner hat den Mietvertrag nun gekündigt, um sich auf einen benachbarten Standort zu konzentrieren, wie der Geschäftsführer des Entwicklungszentrums von BorgWarner, Hans-Joachim Retzlaff, bestätigte. Im Entwicklungszentrum wurden Stellen abgebaut: von ehemals 450 Mitarbeitenden sind derzeit rund 330 tätig, während mehr als 300 Personen weltweit an der Entwicklung neuer Produkte arbeiten.