Westerwaldkreis

Priester wegen Kindesmissbrauch verurteilt – Urteil sorgt für Aufsehen!

Am 26. März 2025 fand eine Verhandlung am Schöffengericht in Montabaur statt, die landesweit großes mediales Interesse erregte. Ein 50-jähriger Priester aus dem Westerwaldkreis wurde beschuldigt, im Oktober 2019 in Ruggel (Liechtenstein) ein achtjähriges Mädchen sexuell missbraucht zu haben. Der Priester soll das Kind unter einem Vorwand in das Pfarrhaus gelockt und dort unangemessene Handlungen vorgenommen haben.

Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe und sieht sich selbst als Opfer einer Verschwörung. Er erklärte, dass er das Mädchen lediglich ins Pfarrhaus mitgenommen habe, um ein fehlendes Ministrantenbüchlein zu holen. Auf seinem beschlagnahmten Handy wurden jedoch Nacktbilder von Kindern sowie Pornografie gefunden, was er als Manipulation oder Hack bezeichnete.

Details der Gerichtsverhandlung

Die heute 13-jährige Zeugin berichtete, dass sie am Tag des Vorfalls zu Hause von den Handlungen des Priesters erzählte. Der Vater der Zeugin bestätigte, dass seine Tochter psychologische Hilfe erhalten habe, allerdings ohne dass sie traumatisiert war. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten, welche auf zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden könne. In der Verhandlung forderte der Vertreter der Nebenklage eine Freiheitsstrafe von 12 Monaten, während der Verteidiger des Angeklagten einen Freispruch verlangte, da er Zweifel an der Tat äußerte.

Das Gericht verurteilte den Priester schließlich zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten, deren Vollstreckung auf zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da keine Erklärungen zum Urteilsspruch gegeben wurden. Die Informationen über diesen Fall wurden durch den WW Kurier sowie Katholisch.de bestätigt.