Burgenlandkreis

Scholz kämpft für Mindestlohn und Bahn-Reformen: Wird er im Bundestag wirken?

Michael Scholz, Gewerkschafter und Kandidat der Linken für den Bundestag, setzt sich für eine stärkere politische Auseinandersetzung gegen Rassismus und Faschismus ein. Er tritt regelmäßig in einem T-Shirt mit der Aufschrift „FCK NZS“ auf, was seine politischen Ansichten symbolisiert. Scholz sieht die Notwendigkeit, sich klar von der AfD abzugrenzen, wodurch seine linke Ausrichtung stärker betont wird. Nachdem er zwischen den Linken und den Grünen geschwankt hat, hat er die Grünen als nicht sozial genug wahrgenommen und sich deshalb für die Linke entschieden.

Im Rahmen seines Wahlkampfes fordert Scholz eine Anhebung des Mindestlohns und die Stärkung der Renten sowie der Tarifbindung in Unternehmen. Ein zentrales Anliegen ist ihm zudem die Verbesserung der Bahn-Infrastruktur. Seit vielen Jahren pendelt er mit der Bahn zur Arbeit, zunächst nach Erfurt und inzwischen nach Leipzig. Scholz kritisiert die jüngste Erhöhung des 49-Euro-Tickets auf 58 Euro und hält einen Preis von 29 Euro für angemessen. Er schlägt vor, die Reichensteuer wieder einzuführen und das Dienstwagenprivileg abzuschaffen, um erforderliche Investitionen zu finanzieren. Scholz ist zudem der Meinung, dass es Defizite bei der Umsetzung und Kommunikation politischer Ideen gibt, wie etwa beim Heizungsgesetz.

Wahlkampferfahrungen und Parteiinternes

Scholz plant, während des kurzen Bundestagswahlkampfes aktiv mit den Bürgern zu kommunizieren und bringt bereits Erfahrungen mit Wahlständen und Plakaten mit. Bei dem Versuch, in den Naumburger Gemeinderat einzuziehen, ist er trotz der fünftmeisten Stimmen der Linken gescheitert. Für die kommende Bundestagswahl sieht er sich jedoch weiterhin als Kandidat, auch wenn er sich der Herausforderungen bewusst ist. Auf den Landeslisten der Linken belegt er derzeit den achten Platz und strebt an, im Wahlkreis einen der vorderen Plätze bei den Direktmandaten zu erreichen. Die parteiinternen Streitigkeiten, insbesondere die Abspaltung von „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW), beschäftigen Scholz, jedoch berichtet er von einer neuen Einigkeit innerhalb der Partei.

Im Kontext des aktuellen politischen Geschehens fordert die Linke allgemein einen Mindestlohn von 15 Euro in diesem Jahr und strebt eine Erhöhung auf 16 Euro bis spätestens 2026 an. Zudem sollen jährliche Anpassungen an die Inflationsrate erfolgen. Diese Forderung steht im Einklang mit den allgemeinen Bestrebungen der Linken in Bezug auf Mindestlöhne, während andere Parteien, darunter die SPD und die Grünen, ebenfalls Aufstockungen anstreben, wie [rbb24.de](https://www.rbb24.de/politik/wahl/bundestag/2025/wahlprogramme-parteien-mindestlohn-planungen.html) berichtete. Die Diskussion um den gesetzlichen Mindestlohn, der seit 2015 in Deutschland gilt und aktuell bei 12,82 Euro pro Stunde liegt, bleibt somit ein zentrales Thema im bevorstehenden Wahlkampf.