
Am 14. Februar wird der Valentinstag gefeiert, ein Anlass, der tief in verschiedenen Traditionen und kulturellen Praktiken verwurzelt ist. Der Valentinstag hat sich im Laufe der Jahre zu einem bedeutenden Feiertag entwickelt, der mit Liebe und Zuneigung verbunden ist.
In Italien ist es Brauch, dass Liebende Liebesschlösser an Brücken anbringen, während in Japan Frauen Männern Schokolade schenken. Im deutschsprachigen Raum wurde der Brauch des Blumenschenkens nach dem Zweiten Weltkrieg wiederbelebt. Zu den antiken Wurzeln des Blumenverschenkens gehört die Tradition, dass im alten Rom Frauen Blumen zu Ehren der Göttin Juno erhielten. In einigen Hansestädten hatte der Valentinstag früher eine andere Bedeutung: Zünfte trafen sich am 14. Februar zum Freundschaftsmahl.
Religiöse Bedeutung und Bräuche
Die Feierlichkeiten zum Valentinstag sind nicht nur kommerzieller Natur. Der 14. Februar galt einst als Schicksals- und Unglückstag, weshalb man sich unter den Schutz des heiligen Valentin stellte. Dieser wird um Beistand bei verschiedenen Anliegen gebeten, unter anderem bei Augenleiden und Epilepsie. Wenig ist über das Leben des heiligen Valentin bekannt, aber es wird angenommen, dass es sich dabei um Valentin von Terni handelt, der unter Kaiser Claudius Goticus hingerichtet wurde. Verluste durch den heiligen Valentin führten zur Überführung seiner Gebeine in die Kathedrale von Terni im Jahr 1605.
Kirchen in Mitteldeutschland begehen den Valentinstag mit Andachten, Konzerten und speziellen Aktionen. In der Dresdner Kreuzkirche findet am Abend eine Andacht für Verliebte statt, während ein ökumenischer Segnungsgottesdienst im Erfurter Dom Paare anzieht. Weitere Veranstaltungen sind in der Valentinuskapelle in Kirchworbis und in der Kirche St. Wigbert in Pferdingsleben geplant, wo Livemusik nach einer Andacht erklingt.
Wirtschaftliche Aspekte und Umfragen
Der Valentinstag generiert jährlich zusätzliche Umsätze von etwa einer Milliarde Euro für den deutschen Einzelhandel. In Deutschland werden an diesem Tag hunderttausende rote Rosen aus Kenia importiert. Laut einer aktuellen Umfrage von YouGov planen 25% der Menschen, etwas zum Valentinstag zu verschenken, während 44% angaben, nichts zu schenken. Dabei wollen 29% der Männer und 21% der Frauen ein Geschenk machen. Besonders in der Altersgruppe 25-34 Jahre planen 32% ein Geschenk.
Durchschnittlich geben die Deutschen in der Woche um den 14. Februar doppelt so viel für Schnittblumen aus. Im Jahr 2023 betrugen die Ausgaben für Schnittblumen im Schnitt 36 Euro. Rosen sind die beliebtesten Schnittblumen, gefolgt von Tulpen und Chrysanthemen. An diesem speziellen Tag sind die Rosenpreise aufgrund ihrer langen Lieferwege und des Imports aus dem globalen Süden höher, und es gibt Bedenken bezüglich der bei der Blumenproduktion verwendeten gefährlichen Pestizide.
Es gibt jedoch auch umweltfreundliche Alternativen. Tulpen, Hyazinthen, Narzissen und andere Frühblüher sind weniger pestizidbelastet und wachsen häufig in Europa. Singles können den Valentinstag auf ihre eigene Weise feiern, indem sie sich selbst verwöhnen oder Zeit mit Freunden verbringen.
Für weitere Informationen über die Ursprünge des Valentinstags und die damit verbundenen Bräuche können Sie den Artikel von MDR sowie die Details zu wirtschaftlichen Aspekten im Beitrag von ZDF nachlesen.