Bautzen

Neues Rückhaltebecken in Bautzen: Hochwasserschutz für Seidau verbessert!

Am 25. März 2025 wurde im Ortsteil Rattwitz in Bautzen ein neues Regenwasserrückhaltebecken eingeweiht. Die Veranstaltung fand nach leichtem Regen statt und zog zahlreiche Ehrengäste an, darunter Vertreter der bauausführenden Firma BauCom, der Planungsfirma iKD Ingenieur-Consult sowie Stadträte und Dompfarrer Veit Scapan. Oberbürgermeister Karsten Vogt hob in seiner Rede den wertvollen Beitrag der ehemaligen Baubürgermeisterin Juliane Naumann hervor.

Das neue Rückhaltebecken, dessen Planung im Jahr 2010 begann und dessen Bau am 21. Mai 2024 startete, bietet einen Hochwasserschutz von 44 Prozent. Bei Extremwetterereignissen, insbesondere dem starken Regen im September 2022, hatten Überschwemmungen in der Region bereits zu erheblichen Schäden geführt. Das Becken kann bis zu 31.000 Kubikmeter Wasser zurückhalten, was der Menge von etwa 150.000 gefüllten Badewannen entspricht. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 1,3 Millionen Euro, von denen 90 Prozent durch den Freistaat Sachsen gefördert werden.

Details zur Bauweise und weiteren Planungen

Für den Bau des Rückhaltebeckens wurden genormte Wasserbausteine aus einheimischem Granit verwendet. Teile der Böschungen sind mit Gras eingesät worden, um die Stabilität zu gewährleisten. Einige Arbeiten, wie das Sandstrahlen der Spundwände und die Aufbringung von Rostschutzlack, sind aufgrund der niedrigen Temperaturen noch ausstehend. Im Anschluss an den Banddurchschnitt segnete Dompfarrer Veit Scapan das Bauwerk, und die Gäste hatten die Möglichkeit, die Gesamtanlage zu besichtigen.

Im Kontext der Hochwasserproblematik in Bautzen ist das neue Rückhaltebecken als wichtiger Schritt zur Vermeidung zukünftiger Schäden zu betrachten. Bei einem schweren Regen im September 2022, wie Bautzen Anzeiger berichtete, kam es zu massiven Überschwemmungen in der Stadt. Über 100 Retter und Helfer von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk waren im Einsatz, um etwa in der Salzenforster Straße und im Pflegeheim Seidau unterstützend tätig zu werden. Der starke Regen führte damals zur Überflutung zahlreicher Keller und erforderte Evakuierungen für einige Bewohner.