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Mutige Dragqueen Patrick Merk: Gegen Hass zum Ausdruck seiner Identität!

Patrick Merk, ein 34-jähriger Drag-Performer aus Sachsen-Anhalt, hat in einem Gespräch über die negativen Erfahrungen berichtet, die er aufgrund seiner Auftritte gemacht hat. Merk, der unter dem Namen „Patrischa Davis“ bekannt ist und in einem Kaufhaus in der Leipziger Innenstadt arbeitet, äußerte sich in einem Café über die teils drastischen Reaktionen auf seine Tiktok-Clips. Er erklärte, dass die Kommentare, die von beleidigenden Ausdrücken wie „Transe“ bis hin zu Drohungen wie „Erhäng Dich“ oder „Wenn ich Dich treffe, bringe ich Dich um“ reichen, auch wenn er gelernt hat, besser mit ihnen umzugehen, weiterhin in seinem Gedächtnis bleiben.

Vor einem Jahr zog Merk von Wittenberg nach Leipzig, um eine Ausbildung als Verkäufer zu beginnen. Obwohl er die verheerenden Auswirkungen der Angriffe auf die queere Community und Drag-Performances kennt, bleibt er beständig in seiner Kunst und setzt sich für die Sichtbarkeit der LGBTQ-Gemeinschaft ein.

Wachsende Bedrohungen für Drag-Performances

Die Herausforderungen, mit denen Drag-Performers konfrontiert sind, sind nicht neu. Wie in einem Bericht von ABC News hervorgehoben wird, sind Drag-Künstlerinnen und -Künstler häufig mit anti-LGBTQ-Rhetorik, Mobbing und Belästigungen konfrontiert. Beispielsweise äußern Drag-Performer wie Jacob Green, auch bekannt als Muffy Fishbasket, und Catrina Lovelace, Bedenken hinsichtlich der Sicherheit bei Drag-Events, insbesondere nach gewaltsamen Vorfällen wie dem Massaker im Pulse-Nachtclub.

Im Jahr 2022 wurden laut GLAAD über 120 Drag-Shows aufgrund von politischen Angriffen von extremen Rechten bedroht, protestiert oder angegriffen. Eine kürzliche Bombendrohung gegen ein Drag-Show-Brunch in Myrtle Beach, South Carolina, warf neues Licht auf diese Entwicklungen und bediente sich einer aggressiven Sprache, die von konservativen Politikern verwendet wird. Hinzu kommt der schreckliche Vorfall im Colorado Springs, wo fünf Menschen getötet und viele verletzt wurden, als ein bewaffneter Angreifer eine LGBTQ-Bar angriff.

Um die Sicherheit bei Drag-Veranstaltungen zu erhöhen, haben viele Drag-Hosts verstärkten Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, darunter die Beauftragung von privatem Sicherheitsdienst und Schulungen für Veranstaltungspersonal in Notfallmanagement. Buff Faye und andere Drag-Künstler arbeiten eng mit lokalen Polizeibehörden und dem Department of Homeland Security zusammen, um zusätzliche Ressourcen für die Sicherheit auf ihren Events zu erhalten. Dennoch ziehen es einige Drag-Hosts vor, keine Polizei anwesend zu haben, aufgrund der historischen Kriminalisierung der LGBTQ-Gemeinschaft.