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Hamberge schließt Abwasser-Vertrag mit Lübeck: Umweltfreundliche Lösung!

Die Gemeinde Hamberge im Kreis Stormarn hat einen Vertrag mit der Stadt Lübeck zur Übernahme ihres Abwassers geschlossen. Dies wurde am Donnerstag von Bürgermeister Jan Lindenau (Lübeck), Albert Iken (Hamberge) sowie weiteren Vertretern der Stadtentwässerung Lübeck und der Entsorgungsbetriebe Lübeck unterzeichnet. Die neuen Regelungen sollen frühestens Ende 2027 in Kraft treten.

Bürgermeister Albert Iken begrüßte die Vereinbarung, da Hamberge sonst ein neues Klärwerk für rund fünf Millionen Euro hätte bauen müssen. Das bestehende Klärwerk ist mittlerweile zu alt und zu klein, um den Anforderungen gerecht zu werden. Die Planung und der Bau einer 2,8 Kilometer langen Druckleitung zwischen der Hamberger Kläranlage und dem Gewerbegebiet Roggenhorst Nord sind nötig, um das Abwasser von bis zu 3.000 Einwohnern nach Lübeck zu transportieren. Gebühren und Kosten für die Druckleitung sind noch nicht festgelegt.

Vorteile der Kooperation

Laut Iken bringt die Überleitung der Abwässer nach Lübeck Vorteile in Bezug auf Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz. Durch diese Lösung kann der Ausbau der Kläranlage im Buurredder vermieden werden. Zudem ist in der Lübecker Ortslage Reecke die zentrale Kanalisation momentan nicht vorhanden; diese soll in einigen Jahren gebaut werden, sodass das Abwasser künftig in die Hamberger Kanalisation geleitet werden kann. Dadurch entfällt der Bau einer 3,4 Kilometer langen Druckrohrleitung auf Lübecker Gebiet.

Die Gemeinde Hamberge hatte 2023 die Hansestadt Lübeck um Überlegungen zu einem Abwasser-Anschluss gebeten, nachdem ähnliche Pläne in den Jahren 2016 und 2020 nicht umgesetzt wurden. Im vergangenen Jahr konnten schließlich alle Hemmnisse beseitigt und eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung erarbeitet werden. Damit stehen nun klare technische Festlegungen sowie Regelungen zu den Rechten und Pflichten der Partner fest.