
In Noer bei Eckernförde wird seit mehreren Tagen eine 43-jährige Frau vermisst. Laut NDR haben bereits mehrere große Suchaktionen keine Ergebnisse gebracht. Am heutigen Donnerstag, dem 3. April 2025, sind Suchhunde und Taucher am Windebyer Noor im Einsatz, während etwa 40 Beamte der Polizei die Suche wieder aufnehmen. Spuren im Bereich der Noorfischerei werden ebenfalls überprüft.
Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass die Frau getötet wurde. Ein dunkler Mercedes Sprinter steht im Fokus der Ermittlungen, da er möglicherweise mit einem Tatverdächtigen in Verbindung steht. Zeugen werden aufgefordert, Hinweise zu dem Fahrzeug, das zwischen dem 21. und 23. März im Kreis Rendsburg-Eckernförde gesehen wurde, zu melden. Außerdem sucht die Polizei nach dem Handy der Vermissten, einem Samsung Smartphone. Die Suche wurde am vergangenen Freitag auf die Gebiete Gammelby, Kochendorf und Windebyer Noor ausgeweitet, wobei etwa 100 Einsatzkräfte beteiligt waren. Diese Suche musste aufgrund der Dunkelheit am Freitagabend unterbrochen werden. Eine weitere Aktion fand am Dienstag, dem 1. April, rund um die B76 in Eckernförde statt, bei der Spürhunde zum Einsatz kamen.
Festnahmen und Belohnung
Der Ehemann der Vermissten, ein 49-jähriger Mann, wurde am 27. März festgenommen, jedoch am selben Abend wieder freigelassen, da der Richter keinen dringenden Tatverdacht sah. Kriminaltechniker durchsuchten das Wohnhaus der Frau und die Umgebung. Die Staatsanwaltschaft Kiel hat eine Belohnung von 3.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Aufklärung des Falls beitragen können. Die Vermisste ist etwa 1,65 Meter groß, hat braune Haare und spricht Deutsch mit leicht russischem Akzent. Bei ihrer letzten Sichtung trug sie einen roten Mantel und eine schwarze Tasche.
Parallel zu diesem Fall wird in einem weiteren vermissten Fall nach einer 26-jährigen Frau namens Scarlett S. aus Nordrhein-Westfalen gesucht. Laut AZ Online wird sie seit dem 10. September 2020 vermisst, nachdem sie während einer Wanderung im Südschwarzwald, Baden-Württemberg, verschwunden ist. Verwandte und Bekannte haben seitdem nichts von ihr gehört, was als untypisch gilt. Überwachungsaufnahmen aus einem Supermarkt in Todtmoos, die am Tag ihres Verschwindens aufgenommen wurden, wurden von der Polizei veröffentlicht.
Bisherige Suchaktionen, unter anderem mit der Bergwacht, blieben erfolglos. Eine private Suchaktion konzentriert sich auf das Wehratal, und in einer Facebook-Gruppe wird zur Mithilfe aufgerufen. Bei der Suche kommen auch Drohnen zum Einsatz, um nach Scarletts Ausrüstungsgegenständen zu suchen. Die Polizei hat Fotos von Scarletts Rucksack und anderen persönlichen Gegenständen veröffentlicht. Die örtliche Bergwacht warnt vor den Gefahren der Suche im Tal, insbesondere für unerfahrene Personen.
Die Beschreibung von Scarlett S. lautet wie folgt: Sie ist etwa 1,60 Meter groß, hat eine schlanke Statur und lange, dunkelblonde Haare. Zu ihrer Ausrüstung gehörte ein roter Rucksack der Marke „Osprey“ sowie ein graues Zelt. Hinweise können an das Polizeipräsidium Freiburg (0761/8822880) oder das Polizeipräsidium Bad Säckingen (07761/934500) gegeben werden.